Augsburger SPD-Stadtratsfraktion fordert Runden Tisch beim Bahnpark

Dem Bahnpark, eines der größten Industriedenkmäler, droht nach 15 Jahren das aus. Für die SPD-Stadtratsfraktion ist diese Entwicklung inakzeptabel. Sie fordert einen runden Tisch, bestehend aus Vertretern der Bayerischen Staatsregierung, der Stadtregierung, der Regierung von Oberbayern, dem Bezirk Schwaben, den Grundstückseigentümern und der Bahnpark Augsburg gGmbH.

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Der Augsburger Bahnpark steht vor dem Aus | Foto: Dominik Mesch

SPD-Rätin Margarete Heinrich: „ Es kann nicht im Sinne des Freistaates und der Stadt sein, dass ein Projekt, das mit weit über drei Millionen Euro gefördert und mit viel ehrenamtlichen Engagement unterstützt wird, definitiv die Luft zum Atmen genommen wird.“ Alle Beteiligten seien aufgefordert, an einem runden Tisch möglichst schnell und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um den Bahnpark vor der Insolvenz zu retten.

Heinrich: „ In Gesprächen mit vielen Verantwortlichen wird mir  immer wieder nahegelegt, an dem Bahnpark festzuhalten. Jetzt ist die letzte Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen. Absichtserklärungen sind das eine, handeln das andere.“

Der Runde Tisch soll auch den Status quo aufzeigen, damit man endlich weiß, wer für was zuständig ist und welche Hindernisse existieren.  So ein bedeutsames Areal könne und dürfe nicht brach liegen, wäre städtebaulich fatal und sei letztendlich auch keine Zierde für die Stadt Augsburg. Die Ehrenamtlichen, die sich hier engagierten, haben unsere Wertschätzung verdient, betont Heinrich abschließend.

Aktuell läuft bei der Regierung von Oberbayern ein aufwändiges Genehmigungsverfahren für die weitere Nutzung des  Eisenbahnbetriebsgeländes als Museum. Der Bahnpark ist deshalb aktuell größtenteils geschlossen. Der gemeinnützigen Betreibergesellschaft fehlen deshalb die für den Erhalt notwendigen Einnahmen.

Auch zwei Investoren (Studentenwohnen und Themenhotel) haben Alarm geschlagen. Nach eigenen Angaben wäre der Bahnpark für ihre Projekte elementar.