Gestern Abend ließ die SPD-Fraktion im Augsburger Stadtrat die Bombe platzen. Mit Christian Moravcik wechselt eines der Gesichter der Stadtrats-Grünen zu den Sozialdemokraten.  Der Parteivorstand und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zeigen sich vor allem über die Art und Weise irritiert. 2018-02-04-NJE-Bündnis-90-Grüne-–-01 Augsburger Stadtrat | Grüne zeigen sich irritiert über Moravcik-Wechsel zur SPD Augsburg Stadt News Politik Augsburg Bündnis 90/Die Grünen Christian Moravcik Grüne SPD Stadtrat | Presse Augsburg

Mit Christian Moravcik wechselt ein Stadtratsmitglied der Grünen nun zur SPD (wir berichteten). Das Ganze kommt überraschend. Zwar waren der als politisches Talent geltende Haunstetter und seine bisherige Partei zuletzt nicht immer einer Meinung gewesen, gerade die Haushaltspolitik der Stadtregierung sieht er kritischer, aber an einen solchen Abgang hatte wohl kaum einer geglaubt. Nun ist es aber doch soweit gekommen. Während man sich bei den Sozialdemokraten über den Neuzugang freut, trifft die Aktion bei dem Partner im Regierungsbündnis verständlicherweise weniger gut an.

„Wir bedauern, dass unser langjähriges Mitglied Christian Moravcik aus der Fraktion und der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten ist. Wir sind enttäuscht über die Form des Austrittes und irritiert darüber, dass er uns gerade in Zeiten des großen politischen Zuspruchs verlässt. Es entspricht nicht unserem demokratischen Verständnis, wenn ein mit grünen Stimmen gewählter Stadtrat die Fraktion wechselt.“, so Parteivorstand und Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einer gemeinsamen Erklärung. Und weiter: „Der bundes- und landesweite Erfolg von uns Grünen beruht auf den gesellschaftsrelevanten Inhalten, die wir vertreten. Im Sinne unserer grünen Werte werden wir weiterhin eine offene Kommunikationskultur pflegen. Wir werden einen engagierten und starken Wahlkampf führen, mit dem Ziel, Augsburg menschlich, weltoffen, bürgernah, ökologisch und sozial zu gestalten. Dafür setzen wir uns ein und wollen in Augsburg bei der Kommunalwahl 2020 zweitstärkste politische Kraft werden.“