Augsburger Stadtrat stimmt für Asyl-Erstaufnahmestelle am Flughafen

Auf der gestrigen Sitzung des Augsburger Stadtrats ging es unter anderem um die geplante Asyl-Aufnahmestelle am Augsburger Flughafen. Nach einer über zweistündigen sachlichen Diskussion fanden die Pläne eine breite Zustimmung der Abgeordneten. Einzig die Vertreter der Linkspartei und Volker Schafitel (Freie Wähler) stimmten dagegen. Für sie ist der Standort ungeeignet.

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Es wird gebaut werden im Airpark in Augsburg. | Foto: Sebastian Pfister

Die Stadt Augsburg wird eine sogenannte Asyl-Erstaufnahmestelle erhalten, dies war schon vor der Stadtratssitzung klar (wir berichteten darüber). Geplant ist es, diese am Augsburger Flughafen zu errichten. Darüber wurden auch die Bürger der angrenzenden Stadtteile im Rahmen einer Informationsveranstaltung bereits am Mittwoch informiert. Doch vor dem Bau stand die Genehmigung durch den Augsburger Stadtrat.

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Großer Andrang herrschte bei der Informationsveranstaltung am Mittwoch. |Foto: Wolfgang Czech

Das Bauvorhaben, deren Bauherr die städtische Baugesellschaft WBG sein wird, wird auf einer rund 2 Hektar großen Fläche errichtet werden. Eine künftige Erweiterung an gleicher Stelle ist nicht ausgeschlossen und möglich. Zwischen 500 und 1000 Menschen werden dort nach der Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2015 Zuflucht finden. Aufgrund der Krisenherde auf der ganzen Welt macht der Freistaat Bayern Druck bezüglich eines zeitigen Baubeginns des im zweistelligen Millionenbereich teuren Projekts. Der Freistaat wird das Projekt aber auch finanziell unterstützen. In den anderen bayerischen Regierungsbezirken wird bereits fleißig gebaut. Auch darüber berichtete der Regierungspräsident des Bezirks Schwaben, Karl Michael Scheuffele. „500 + x“ Menschen müssen in der neuen Asyl-Erstaufnahmestelle in jedem Fall untergebracht werden. In der Landeshauptstadt München sind des aktuell 3000, im deutlich kleineren fränkischen Zirndorf 1200.

Die neue Anlage wird durch die WBG nach Fertigstellung an den Freistaat Bayern vermietet. Wie lange die Laufzeit für diese Zusammenarbeit ist, lässt sich aktuell schwer einschätzen. Zwischen 10 und 20 Jahre gelten als realistisch. „Das hängt auch von der Weltlage ab.“ erklärte der Oberbürgermeister in seinen Ausführungen.

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Dank eines Nachteilsausgleichs der Stadt wird auch künftig am Wertachbrucker Tor gefeiert werden können. | Foto: Martin Kluger

In den vergangenen Tagen wurde Oberbürgermeister Gribl für die schnelle Unterstützung der IG Historisches Augsburg seitens Pro Augsburg hinterfragt. 20.000 Euro hatte der Verein als schnelle Unterstüzung seitens der Stadt erhalten, um diesen vor der drohenden Pleite zu retten. Ausstehende Zahlungen, die aus ausbleibenden Eintrittsgeldern beim Wertachbrucker Thorfest resultieren, konnten nicht bezahlt werden. Es droht das Aus des Vereins und des Festes. Darüber informierte Gribl in der vergangenen Woche auch den Ältestenrat, dem auch die Vorsitzenden der im Stadtrat vertretenen Fraktionen angehören. Aus diesem Gremium kam dann die Empfehlung, schnell zu handeln und die IG zu retten.