Augsburger Stadtrat stimmt für Beibehaltung des Namens der Werner-Egk-Schule

Monatelang wurde um die Umbenennung der Werner-Egk-Schule im Augsburger Stadtteil Oberhausen diskutiert. Sogar ein neuer Name war bereits gefunden. Heute hat der Stadtrat entschieden, dass die Bildungseinrichtung weiter nach dem Musiker benannt bleibt.

Der Augsburger Komponist Werner Egk war zu Zeiten des NS-Regimes unter anderem Kapellmeister der Staatsoper Berlin. Als Vorbild dient er trotz seines unbestritten großen musikalischen Vermächtnisses nicht, hatte die „Kommission für Erinnerungskultur.“ festgestellt. Auch wenn kein Fehlverhalten Egks benannt werden konnte, sei seine Nähe zur Führung der Nationalsozialisten zu kritisieren. Gemeinsam mit den Verantwortlichen und Eltern der Werner-Egk-Schule in Oberhausen diskutierte die Kommission zuletzt die Namensgebung, eine Umbenennung in Grundschule Augsburg Oberhausen-Mitte war der Wunsch des Gremiums.

Stadtrat stimmt für Beibehaltung des Namens

Heute beschäftigte sich schließlich der Augsburger Stadtrat mit einer möglichen Namensänderung. Mit Stimmen der Räte der CSU, von Pro Augsburg und Peter Grab (WSA) votierte eine Mehrheit für die Beibehaltung. Grüne und SPD stimmten für eine Änderung. Vorausgegangen war eine intensive, mehrstündige Diskussion.

Egks Vergangenheit soll aufgearbeitet werden

Künftig soll sich die Schule dauerhaft mit dem Leben des gebürtigen Oberhauseners auseinandersetzen. Diverse Ideen, wie Informationen über Egks Leben auf einer Tafel auf dem Schulgelände und auf der Schulhomepage zu erläutern.