Augsburger Wassertage „Technik“ – Denkmäler öffnen für Interessierte

Am Sonntag, 1. Juni, findet der zweite „Augsburger Wassertag“  im Jahr 2014 als Teil des Rahmenprogramms zur Interessenbekundung der Stadt als UNESCO-Welterbe statt – und der erste, der unter einem Schwerpunktmotto steht: An diesem Sonntag dreht sich alles um das Thema Technik. 

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Foto: Wolfgang Czech

Neben den üblichen Stationen der „Augsburger Wassertage“ wie – unter anderem – den historischen Wasserwerken am Roten Tor und am Hochablass, dem Wasskraftwerk an der Wolfzahnau oder dem Lechmuseum Langweid stehen am 1. Juni Veranstaltungen auf dem Programm, die die Technik der historischen Augsburger Wasserwirtschaft erlebbar machen. Alle Angebote und Infos zu Anmeldungen, Treffpunkten und Kosten findet man im Internet unter www.augsburg-tourismus.de/welterbe. Hier ein Überblick:

– Um 11 Uhr leitet eine von Kurt Idrizovic (Buchhandlung am Obstmarkt) organisierte Führung „Vom Lech zu den Weltmeeren“ durch das „Hafenviertel“ der Jakobervorstadt. Dort war nämlich um 1900 ein zentraler Augsburger Hafen vorgesehen. Anschließend besichtigen die Gäste der Führung den St.-Jakobs-Wasserturm und erleben eine virtuelle Rundfahrt auf dem Stadtgraben.

– Von 12 bis 14 Uhr hat man die Chance, das Klärwerk von unten zu sehen und die Installationskanäle zu besichtigen.

– Das Wasser als „Lebensader der Industriestadt“ beleuchtet eine Führung im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) um 14 Uhr. Dort erlebt man außerdem um 20:30 Uhr bei der audioviduellen Performance „Wasserkraft (in Augsburg) – Genesis-Opus-Agonie“ eine Verschmelzung von wissenschaftlichem (Bild-)Vortrag und künstlerischer Präsentation. Dabei werden die Geschichte Augsburgs und die Rolle der Energie als Standortfaktor in zugängliche und unterhaltsame Form gebracht.

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Wassertürme illuminiert | Norbert Liesz, Wolfgang F. Lightmaster

Das tim ist eine von mehreren neuen Stationen der „Augsburger Wassertage“. Neu ist 2014 auch die Ausstellung „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“ im Verbindungstrakt zwischen dem Kleinen Wasserturm und dem Roten Tor. In zwei Räumen werden die wichtigsten Denkmäler der Wasserkraft und der Trinkwasserversorgung, ihre naturräumlichen Voraussetzungen sowie die Baugeschichte des Großen und Kleinen Wasserturms vorgestellt.

Erstmals werden 2014 außerdem für alle, die das Augsburger Wasser im Schnelldurchlauf erleben wollen, Busrundfahrten zur historischen Wasserwirtschaft angeboten: Ab 10 und ab 13 Uhr kann man so im Rahmen der „Wassertage“ in je zwei Stunden mehrere Denkmäler der Wasserwirtschaft (Abfahrt: Wasserwerk am Roten Tor, Anmeldung bis Freitag, 30. Mai, 17 Uhr, unter Telefon 08 21/5 02 07-0) besuchen.

Neu ist auch: Im Landkreis Augsburg – der Augsburgs Interessenbekundung zur Aufnahme der historischen Wasserwirtschaft in die Liste des UNESCO-Welterbes offiziell unterstützt – kommt nach dem Lechmuseum Bayern in Langweid mit dem Klostermühlenmuseum in Thierhaupten außerhalb der Stadtgrenzen ein weiteres Ziel der „Wassertage“ hinzu.

gewinnspiel_zoo_patenschaft-300x251 Augsburger Wassertage "Technik" - Denkmäler öffnen für Interessierte Freizeit News 1. Augsburger Architektursymposiums 1. Juni Augsburg UNSECO-Welterbe Wassertag | Presse AugsburgDie Stationen
Unter den Stationen der „Augsburger Wassertage“ sind natürlich auch 2014 wieder die wichtigsten Denkmäler und potenziellen Welterbestätten: Das Wasserwerk am Roten Tor mit den beiden seit 1416 beziehungsweise 1470 errichteten Wassertürmen und das dortige Obere Brunnenmeisterhaus, das 1789 in Betrieb genommene Wasserwerk am Hochablass, das Wasserkraftwerk auf der Wolfzahnau, Quellbäche und Altstadtkanäle, das Aquädukt sowie die drei Monumentalbrunnen in der Maximilianstraße und der Untere St.-Jakobs-Wasserturm. Weitere Stationen sind das Untere Brunnenmeisterhaus mit dem Schwäbischen Handwerkermuseum, das Klärwerk Augsburg, das Maximilianmuseum und das Wasserkraftwerk Proviantbach. Diese Orte können individuell oder im Rahmen von Führungen besichtigt werden. 2013  besichtigten rund 8.000 Augsburger und auswärtige Besucher die Stationen. Fast 2.000 Besucher im Wasserwerk am Roten Tor, sogar über 2.000 im Wasserwerk am Hochablass, Sonderschichten im St.-Jakobs-Wasserturm – das ist nur ein Auszug aus der Erfolgsbilanz im letzten Jahr.