Augsburger wird wegen kinderpornografischer Fotos zu Bewährungsstrafe verurteilt

Über gut drei Jahre unterhielt ein heute 40-jähriger Mann einen Chat mit einem Anfangs 11-jährigen Mädchen. Er forderte sie immer wieder auf ihm Nacktaufnahmen von sich zu senden. Sie kam diesen Aufforderungen nach. Nun musste er sich vor dem Amtsgericht Augsburg unter anderem dafür verantworten und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

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Symbolbild

Der Angeklagte unterhielt im Zeitraum von Sommer 2011 bis August 2013 einen Chatverkehr mit einem im Oktober 2000 geborenen Mädchen. Er forderte die Schülerin wiederholt auf Nacktaufnahmen von sich zu fertigen und ihm das entsprechende Bildmaterial zur Verfügung zu schicken. Sie kam den Aufforderungen des Mannes nach und übermittelte Bilder mit entblößter Brust, nacktem Körper und entblößter Scheide. Dies gefiel ihrem „Freund“ und er revanchierte sich mit einem Bild seines erigierten Penis. Auf dem bei seiner Festnahme sichergestellten Handy fanden sich 12 Bilder mit kinderpornographischen Darstellungen.

Nachdem der Chat mit dem Mädchen im August 2013 endete versuchte er im Zeitraum September/Oktober 2014 über Skype und Whatsapp Kontakt zu Personen unter 14 Jahren herzustellen, um pornographische Dateien zu senden und im Gegenzug entsprechendes Bildmaterial zu erhalten. Auch dies gelang ihm und so tauschte er in einer Mehrzahl von Fällen Bilder unterschiedlicher „Qualität“.

Nun musste er sich der Angeklagte wegen Besitzverschaffen jugendpornographischer Schriften mit Verbreitung pornographischer Schriften mit Besitz kinderpornographischer Schriften mit Verbreitung kinderpornographischer Schriften sowie Besitzverschaffens kinderpornographischer Schriften in einer Vielzahl von Fällen vor Gericht verantworten.

Der Mann zeigte sich geständig und kam mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr drei Monaten aus dem Gericht. Laut Bewährungsbeschluss muss der Angeklagte eine Sexualtherapie absolvieren und 120 Stunden gemeinnützige Hilfsdienste ableisten. Das Urteil ist rechtskräftig.