Augsburger Wissenschaftspreis für intekulturelle Studien 2020 verliehen

Die Universität Augsburg, das Forum Interkulturelles Leben und Lernen (FiLL e.V.) und die Friedensstadt Augsburg haben gemeinsam am 16.11.2020 den

Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien im Rahmen einer digitalen Veranstaltung verliehen

Ezli Portrait 2
Ausgezeichnet mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien 2020: PD Dr. Özkan Ezli für seine Habilitationsschrift „Narrative der Migration und Integration in Literatur und Film. Eine andere deutsche Kulturgeschichte“. privat

Mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wird Herr PD Dr. Özkan Ezli. Seine Habilitationsschrift „Narrative der Migration und Integration in Literatur und Film. Eine andere deutsche Kulturgeschichte“ widmet sich kulturtheoretischen und -praktischen Studien, mit einem transkulturellen und mobilitätsbezogenen Schwerpunkt auf Basis von Literatur-, Film-, Sozial-, Debatten- und Theorieanalysen sowie materieller Kultur. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Wandel der ästhetisch-gestalterischen wie auch politischen Auseinandersetzung mit Migration und Integration anhand von Literatur und Film sowie den Integrationsdebatten in der Bundesrepublik Deutschland von den 1960er Jahren bis heute.

PD Dr. Özkan Ezli reichte seine Habilitationsschrift 2019 an der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen ein. Zuvor war er unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator im Exzellenzcluster 16 „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz, sowie wissenschaftlicher Koordinator für das „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ der Universität Konstanz. Seine Promotion reichte er an der Universität Tübingen ein zum Thema „Grenzen der Kultur. Autobiographien und Reisebeschreibungen zwischen Okzident und Orient“.

Kulturrrassistische Muster im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

Mit dem Förderpreis ausgezeichnet wird Katharina Peters für ihre Masterarbeit „Die klauen doch, was sie kriegen können – Mediale Inszenierungen von ‚Sinti und Roma‘ am Beispiel der Krimi-Reihe Tatort und Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens“. Die Arbeit beschäftigt sich mit der hegemonialen Diskursivierung und Visualisierung von Sinti und Roma in der Krimireihe Tatort und anderen Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Sie bietet sowohl ein theoretisch-analytisches Rüstzeug als auch eine aktualhistorische Perspektive, die geeignet sind, Fernsehbeiträge wissenschaftlich fundiert auf kulturrassistische und antiziganistische Muster und Traditionen hin zu untersuchen. Hierbei werden zugleich weiterreichende Arbeiten und Überlegungen in rassismuskritischer, sowie Antisemitismus- und postcolonial studies-Perspektive miteinbezogen.