Im Goldenen Saal des Rathauses haben Oberbürgermeisterin Eva Weber und Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben im Beisein von rund 200 geladenen Gästen den Augsburger Zukunftspreis 2021 an sechs Augsburger Initiativen, Vereine, Schulen, Institutionen und Unternehmen verliehen. Da die Verleihung wie geplant im Dezember 2021 Corona-bedingt nicht stattfinden konnte, wurde der Termin am Montag nachgeholt.

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Foto: Wolfgang Czech

 

36 Projekte haben sich beworben Mit dem Augsburger Zukunftspreis, den die Stadtsparkasse
Augsburg sponsert, werden seit 2006 jährlich Personen und Projekte ausgezeichnet, die sich im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren. In enger Anlehnung an die „Zukunftsleitlinien für Augsburg“ bedeutet dies, dass dieses Engagement dazu beiträgt, Augsburg ein Stück weit ökologischer, sozialer, wirtschaftlich besser und kulturell reichhaltiger zu machen. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden traditionell erst auf der Preisverleihung bekannt gegeben. Für den Augsburger Zukunftspreis 2021 haben sich 36 Projekte beworben.

Eingereicht wurden sie von Vereinen, Institutionen, Schulen, Initiativen und Privatleuten. Mit dabei waren auch acht Wirtschaftsbetriebe, die sich um den Zukunftspreis für das nachhaltigste Augsburger Unternehmen beworben haben. Preisträger erhalten Preisgeld von je 1.000 Euro

Eine unabhängige Jury aus Politik – je ein Mitglied aus jeder Stadtratsfraktion – sowie aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft mit fünf Mitgliedern aus dem Nachhaltigkeitsbeirat, hatte fünf
Preisträger gekürt, die jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro erhalten haben.

Preis der Schülerinnen und Schüler

Unabhängig von der Haupt-Jury wurde ebenfalls wieder der Preis der Schülerinnen- und Schülerjury in Höhe von 1.000 Euro vergeben. Die Auswahl traf eine Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der Stufe Q11 und der Klasse 10P des Schuljahres 2020/2021 des Gymnasiums bei St. Anna. Grundlage für die Auswahl waren auch hier die Augsburger Zukunftsleitlinien als Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt.

Die Zukunftspreisträgerinnen und -preisträger 2021

  • Hochschule Augsburg, Koordination Studierende, Amanda Schumacher:
    „Alte Schmiede“ zu Augsburg – ein Labor für experimentelle Bauforschung 
  • Augsburger Klimacamp
  •  Städtische Kindertagesstätte Reischlestraße: Bio kann jeder lernen: Gesunde und nachhaltige
    Ernährung in der KiTa
  •  Jugendhaus h2o Oberhausen, Stadtjugendring:H2O TV, die multikulturelle Film AG des Jugendhaus Oberhausen

 

Preisträger Zukunftspreis für gewinnorientierte Unternehmen:

 Nero GmbH: Nero Bio-Grillkohle – Weltweit einzige Grillkohle mit Bio-Zertifizierung

Preisträger Zukunftspreis der Schülerinnen- und Schülerjury:

Melina Oppelt und Michael Schwarz: Nusszopf – Netzwerk für gemeinsame Ideen und
Projekte

Alle Projekte, die sich um den Zukunftspreis 2021 beworben haben, einschließlich der Preisträgerinnen und Preisträger, sind in der Projektdatenbank unter www.nachhaltigkeit.augsburg.de/zukunftspreis aufgelistet.

Diese umfasst inzwischen 618 Projekte aus 16 Jahren Augsburger Zukunftspreis, die nach Themen oder Jahren sortiert sind. Der Link zur Datenbank ist ab Dienstag, 17. Mai, freigeschaltet

OB Eva Weber: „Kommen wir gemeinsam ins Machen“

Oberbürgermeisterin Eva Weber übernahm im Rahmen der Preisverleihung eine weitere Rolle. Wo ansonsten Laudatorinnen und Laudatoren die jeweilige Auszeichnung würdigen, ergriff die Augsburger Stadtchefin die Gelegenheit, um einen Schritt auf die Aktivistinnen und Aktivisten
zuzugehen: „Tausend Euro. Und der Zukunftspreis der Stadt Augsburg. Aber vor allem meine Einladung an Sie, an den Tisch zu kommen. Verlassen wir die Parolen, kommen wir gemeinsam ins Machen“, so die OB in ihrer Laudatio an das Klimacamp.

„Wir sind enttäuscht, dass Oberbürgermeisterin Weber die Laudatio an sich riss, um ihre persönliche Meinung gegenüber dem Klimacamp erneut an unpassender Stelle Ausdruck zu
verleihen.“ so Janika Pondorf (17) vom Klimacamp. „Frau Weber hat seit 22 Monaten ein laufendes Gesprächsangebot von uns, dem sie täglich nachkommen könnte.“, ergänzt Franziska Pux.