Augsburgerin wegen Verletzung der Fürsorgepflicht für ihren 2-jährigen Sohn verurteilt

Heute wurde eine 28-jährige Augsburgerin vor dem Strafgericht wegen einer Verletzung  der Fürsorge- und Erziehungspflicht angeklagt.

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Symbolbild

Die Angeklagte ist die Mutter des im Juli 2011 geborenen Buben M. Die Angeklagte begann spätestens Mitte August 2013 regelmäßig im Übermaß Alkohol zu trinken und stellte  bedingt durch den übermäßigen Alkoholkonsum Mitte Oktober sowohl die Pflege des Haushalts als  auch insbesondere die Pflege des Kleinkindes ein. Der kleine Bub wurde weder gewaschen noch wurden ihm die Zähne geputzt.  Eine Rissverletzung, die er sich auf dem Spielplatz zugezogen hat, wurde nicht ärztlich versorgt und wuchs dementsprechend unsauber wieder zu.

Letztlich wurde die Polizei gerufen, weil die Angeklagte trotz eines Wasserschadens den Vermieter nicht in die Wohnung gelassen hatte. Den Polizisten bot sich ein chaotisches Bild. Die gesamte Wohnung war mit Müllsäcken, Katzenkot, Essensresten,  leeren Flaschen und undefinierbaren Abfällen verschmutzt. Das kleine Kind war weinend, mit Fäkalien verschmiert und unbekleidet in der Wohnung und der Schlafplatz von Mutter und Kind war ein mit Katzenkot, Speiseresten und Abfall  verschmiertes Sofa.

Beim Kind, das entsprechender Versorgung zugeführt wurde,  fand man Entzündungen, insbesondere im Windelbereich, kariöse Zähne,  massiv behandlungsbedürftige Mundfäule, sowie eine ausgeprägte Sprach- und Entwicklungsstörung.

Die geständige Angeklagte wurde nun heute zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten mit Bewährung verurteilt. Sie muss als Bewährungsauflage die begonnene Alkoholtherapie fortsetzen und regelmäßig nachweisen, dass sie keinen Alkohol konsumiert.