Augsburg/Friedberg | Ermordet und zerstückelt – 53-jähriger Mann muss lebenslang ins Gefängnis

Heute sprach das Augsburger Landgericht das Urteil in einem besonderen Mordfall. Ein 53-jährigen Mann aus Friedberg hatte im November 2015 seine philippinische Ehefrau umgebracht. Danach hatte er die Leiche zerstückelt und in Kisten bei einem Augsburger Self-Storage Unternehmen eingelagert. Nach seinem Geständnis heute der Schuldspruch: Lebenslänglich. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Tat fest.

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Horst K. nahezu regungslos bei der Urteilsverkündung | Foto: Wolfgang Czech

Der 53-jährige Horst K. hatte am 30. November 2015 seine von den Philippinen stammende 37-jährige Ehefrau Grace in der gemeinsamen Wohnung in Friedberg erschlagen. Er zerstückelt die Leiche anschließend und verpackte sie in Kisten. Die Kartons hatte K. anschließend in einer Lagerhalle in Augsburg-Lechhausen eingelagert. Nach der Tat war der Mörder in den Sexurlaub nach Thailand geflogen. Er wollte sich dort noch einmal sexuell ausleben und sich dann das Leben neben, gab er später zu Protokoll. Ganz soweit kam es aber nicht. Am 09. Januar wurde er nach der Rückkehr in der Nähe von Frankfurt festgenommen.

Als Motiv für das Verbrechen gab Horst K.  in einem ersten Geständnis nach seiner Verhaftung Eheprobleme zu Protokoll. Schon einmal hätte es Probleme zwischen den beiden Eheleuten gegeben, als er außereheliche Kontakte gepflegt hatte. Vor Gericht gab er das gesamte barbarische Verbrechen zu.

Habgier, niedrige Beweggründe und Heimtücke

Das Gericht verurteilte ihn heute zu einer lebenslangen Haftstrafe. Aufgrund der Schwere der Tat wird Horst K. nicht, wie sonst üblich, nach 15 Jahren oder gar vorzeitig aus der Anstalt entlassen werden.

Das Gericht hatte dieses Urteil an drei Punkten festgemacht: Es sah eine besondere Heimtücke in der Tat, die ahnungslose Frau im Schlaf zu ermorden, und niedrige Beweggründe (s.o.) von Horst K.. In der Begründung wurde zudem die Habgier des Mannes als Grund für die Urteilshärte benannt. Mit dem Geld seiner ermordeten Frau hatte er seinen Sexurlaub finanziert.

Der K. nahm das Urteil nahezu regungslos entgegen.

Bildergalerie | Ehefrau ermordert und zerstückelt – Der Urteilsspruch