Augsburg/Neusäß| Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl erhält „Sieben Schwaben-Medaille“

Die Auszeichnung des Bezirks Schwaben verlieh Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert im Rahmen des Landkreisfestes in Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) an den Neusäßer Historiker und ehemaligen Kreisrat Prof. Dr. Walter Pötzl. Er unterstrich Pötzls besonderes, 30jähriges Engagement als Kreisheimatpfleger an der Spitze der Kultur– und Heimatpflege des Landkreises Augsburg – und weit ins Schwäbische und Bayerische hinein.

7-SchwabenMedaille_Reichert_Pötzl_Wüst_Sailer_Foto-Andreas-Lode Augsburg/Neusäß| Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl erhält „Sieben Schwaben-Medaille“ Freizeit Landkreis Augsburg News Politik Augsburg Bezirk Schwaben Dinkelscherben Jürgen Reichert Landkreisfest Neusäß Prof. Dr. Walter Pötzl Sieben Schwaben Medaille | Presse Augsburg
Nach der Verleihung: (v. l.) Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, der „Sieben-Schwaben-Jubilar“ Prof. Dr. Walter Pötzl, Laudator Prof. Dr. Wolfgang Wüst, Landrat Martin Sailer | Foto Andreas Lode
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Reichert würdigte im Rahmen der Verleihung der „Sieben Schwaben Medaille“ vor zahlreich erschienenen schwäbischen Politikern Pötzls 36jähriges Wirken als Kreisrat der ersten Stunde (seit 1972). Laudator Prof. Dr. Wolfgang Wüst spickte seine Ansprache mit humorvollen Bezügen zur „Sieben-Schwaben-Sage“ und charakterisierte Pötzl „eher schon als den ´tapferen Has´ aus der Geschichte, der gezielt am historischen, volkskundlichen und kulturellen Fortschritt für den Landkreis Augsburg arbeitete“.

„Professor Walter Pötzl versteht es, Groß und Klein für historische Themen zu begeistern und vermittelt bis heute Heimatgeschichte anschaulich und spannend, kurzum, er bringt sie wie kein Zweiter zum Sprechen“, betonte Bezirkstagspräsident Reichert zur Verleihung. Wolfgang Wüst, der frühere Direktor des Augsburger Stadtarchivs, rief den Zuhörern auch Pötzls legendär hohes Arbeitstempo in Erinnerung: „Walter Pötzl bestellte am Tag „cito, cito“ (schnell, schnell) das Zehnfache gegenüber anderen Archivbenützern. Aber man freute sich stets an den durchwegs sehr gut bebilderten Abhandlungen aus seiner Feder. Wüst, seit vielen Jahren Lehrstuhlinhaber für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, verwies auf die sorgfältige Recherche seines Kollegen, die allen Aufsätzen und Büchern zu Grunde liegt, vor allem die über zwanzigbändige Reihe zu historischen Themen des Augsburger Landes: „Monate tauchte er in Archive ab, stöberte in alten Akten, Briefen, Stichen und amtlichen Einträgen. Hunderte von Familienwappen hat er zum Sprechen gebracht, ist Mördern, Räubern und Hexen nachgestiegen, hat Sagen, Legenden und Ortsneckereien aufgespürt. Und selbst das Thema historischer Brandbekämpfung und der Genese der Feuerwehren ging er (2010) an: „Feurio! Es brennt ….“