Augsburgs aktuell höchste Baustelle startet – Sanierung des Südturms am Augsburger Dom 

Wer kennt ihn nicht, den Spruch von Majestix aus  „Asterix und Obelix“ von Goscinny und Uderzo: „Möge uns der Himmel  nicht auf den Kopf fallen“. Damit uns zumindest in Augsburg nichts auf den  Kopf fällt, wird das nach der Basilika St. Ulrich und Afra und dem Perlach turm dritthöchste Gebäude in der historischen Altstadt von Augsburg erneut  instandgesetzt. Nach der Restaurierung des Nordturms in den Jahren 2017 /  2018 beginnen nun am Augsburger Dom die anspruchsvollen Arbeiten am  Südturm.  

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ach der Restaurierung des Nordturms in den Jahren 2017 /  2018 beginnen nun am Augsburger Dom die anspruchsvollen Arbeiten am  Südturm.  

Wind und Regen haben dem Turm aus dem Jahr 1065 (Aufstockung von 1487) heftig zugesetzt. Das Gebälk hat sich verschoben, das bestehende Blechdach  zeigt witterungsbedingte Schäden und Löcher.

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Wind und Regen haben dem Turm aus dem Jahr 1065 (Aufstockung von 1487) heftig zugesetzt

Auf einem Baugerüst in luftiger Höhe von mehr als 60 Metern werden auf Denkmalpflege spezialisierte Handwer ker den Turm deshalb sorgsam restaurieren. Konkret muss zum einen im Inneren  die hölzerne Dachkonstruktion aus dem Jahr 1489 ausgebessert werden. Außer dem erneuern die Spezialisten das komplette Kupferdach aus dem Jahr 1791 mit  knapp 300 Quadratmeter Fläche.  

Beeindruckendes Gerüst mit 32 Etagen  

Zur Vorbereitung der Baumaßnahmen beginnt die Gerüstbaufirma am Donnerstag,  den 18.03.2021 damit, das Gerüst aufzustellen. Ein Gerüst mit 32 Etagen ist nötig, um den 63 Meter hohen Turm einzurüsten. Im selben Atemzug wird am Domplatz  ein Bauzaun errichtet, der den Durchgang südlich entlang des Augsburger Doms  sperrt. Der Zugang zum Südportal des Gotteshauses ist dadurch nicht eingeschränkt.  

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 20 Monate andauern. Involviert sind klas sische Handwerksbetriebe – ausgeführt werden denkmalgerechte Zimmerer- und  Holzbauarbeiten sowie traditionelle Spengler- und Klempnerarbeiten. Die Spezialisten sorgen dafür, das Bauwerk wieder wetterfest zu machen, ohne dabei den  Ursprungszustand zu verändern. Die Projektleitung liegt in den Händen des Staat lichen Bauamt Augsburg, die Statik / Tragwerksplanung beim Ingenieurbüro Kay ser + Böttges, Barthel & Maus aus München. Insgesamt werden für die Baumaßnahme Kosten von knapp einer Million Euro erwartet.  

Ab Dezember 2022 wieder freier Zugang 

Sind die Bauarbeiten, voraussichtlich im Dezember 2022, abgeschlossen, verschwindet der Bauzaun und Fußgänger haben wieder ungehinderten Zugang zur  Südseite des Doms. Denn dann kann uns der Himmel auch wirklich nicht mehr auf den Kopf fallen. Zumindest nicht am Dom in Augsburg. (pm)