Augsburgs Kanuten mit einer tollen Bilanz bei der Kanuslalom-WM in England

Am letzten Wochenende fand auf der Olympiastrecke von 2012 im britischen Lee Valley die Kanuslalom-WM statt. Die Augsburger Athleten konnten sich dabei eine Bronzemedaille durch Melanie Pfeifer im Kajak-Einer und eine Vizeweltmeisterschaft durch Sideris Tasiadis mit der Canadier-Einer-Mannschaft sichern.

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Melanie Pfeifer war mit ihrer Bronzemedaille überglücklich. | Foto: M. Stenglein

Auf der Olympiastrecke im Lee Valley White Water Centre (Großbritannien) paddelte Melanie Pfeifer (Kanu Schwaben Augsburg) im Kajak-Einer-Wettebewerb der Damen auf den Bronzerang. Mit einem Wertungsergebnis von 106,33 (2), musste sich nur von der neuen Weltmeisterin Katerina Kudejova (CZE) und Ricarda Funk (Bad Kreuznach) geschlagen geben.

Natürlich war Pfeifer mit dem Ergebnis überglücklich: „Ich hatte nach dem Semifinale viel zu verbessern und das hat auch ganz gut geklappt. Ich bin zufrieden mit dem Lauf und dass das am Ende noch so ausgeht, ist natürlich sehr schön!“

Auch zum Abschluss der Welttitelkämpfe gab es im Augsburger Lager nochmals Grund zur Freude. Der Kanu Schwabe Sideris Tasiadis sicherte sich gemeinsam mit Nico Bettge und Franz Anton (beide Leipzig) den Vizeweltmeistertitel mit der Canadier-Einer-Mannschaft. Weltmeister wurde das Team aus der Slowakei.

„Dass wir mit der Mannschaft eine Medaille geholt haben, ist auf jeden Fall ein kleines Trostpflaster, jetzt bin ich schon zufrieden“, sagte Sideris Tasiadis, der am Vormittag im Einzelwettbewerb noch den Finaleinzug verpasst hatte.

Sebastian Schubert (Hamm), Hannes Aigner und Alexander Grimm (beide Augsburg) verpassten beim Sieg der Tschechen in der Kajak-Einer-Mannschaft als Vierte das Podest nur knapp.

Am Sonntagnachmittag hatte Alexander Grimm (Kanu Schwaben) mit Platz fünf im Kajak-Einer für das beste Ergebnis aus deutscher Sicht in den Einzelwettbewerben am zweiten Finaltag gesorgt. Ein Fehler kurz nach dem letzten Aufwärtstor kostete dem Peking-Olympiasieger die mögliche Medaille im Lee Valley White Water Centre.

„Ich bin in der Walze hängen geblieben, hab dort Zeit liegen lassen, eine 91-er Zeit wäre sonst wohl möglich gewesen. Das ärgert einen natürlich im Nachhinein, ändern kann ich es aber auch nicht – es ist jetzt halt so. An sich bin ich mit meiner Performance schon zufrieden“, sagte Alexander Grimm, der auch den wichtigen Olympia-Quotenplatz für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) sicherte.

Neuer Kajak-Weltmeister ist der Tscheche Jiri Prskavec, Hannes Aigner (Augsburger Kajakverein) schied bereits im Halbfinale auf Platz 20 aus.

Die deutsche Mannschaft konnte sich in Großbritannien alle möglichen Quotenplätze für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr sichern. Wer die Tickets nach Rio de Janeiro erhalten wird, wird erst im kommenden Frühjahr bei Ausscheidungsläufen entschieden.

Marianne Stenglein / Dominik Mesch