Ausflugstipp | Die Roseninsel im Starnberger See

Die Roseninsel im Starnberger See mit ihrer königlichen Villa, dem sogenannten Casino, ist ab kommenden Mittwoch, den 1. Mai wieder geöffnet. Dann kann man die Insel auch wieder mit verschiedensten Führungen, die die Bayerische Schlösserverwaltung anbietet, erkunden und dabei Neues entdecken, wie den nach historischem Vorbild neu tapezierten Ruheraum der Königin im Casino.

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Das königliche „Casino“ auf der Roseninsel, Ansicht von Osten mit Rosengarten und Glassäule Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Die Insel ist bereits aus dem Winterschlaf erwacht und wird derzeit für die Saison vorbereitet. Wie in jedem Frühjahr müssen die rund 600 Rosenstöcke, die über den Winter mit Holzwolle und Folie geschützt waren, ausgepackt werden. Die Wege sind neu bekiest oder gereinigt, Bäume und Sträucher geschnitten. Die über den Winter angebrachten Schutzverschalungen am Casino sowie an der Glassäule wurden entfernt und aktuell werden noch die zahlreichen Vasen auf den Terrassen montiert. Das Casino, in dessen Innenräumen die winterlichen Temperaturen noch deutlich spürbar sind, wird gelüftet und gereinigt.

Das Roseninsel-Team der Bayerischen Schlösserverwaltung hat auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt. Bereits zum Internationalen Museumstag am 18. Mai gibt es Sonderführungen durch den Inselpark und eine Sonderausstellung mit Führungen. Zur Rosenblüte im Juni sind die beliebten Rosenführungen geplant, die jeweils sonntags stattfinden und aufgrund der hohen Nachfrage in diesem Jahr erstmals mit einem zusätzlichen Tag in die Verlängerung gehen. Am 6. Juli findet ein Informationstag zum UNESCO-Weltkulturerbe statt und Ende Juli/Anfang August werden Inselparkführungen geboten.

Unter der Woche finden ab 12.15 Uhr stündlich Führungen durch das Casino statt, an den Wochenenden startet jede halbe Stunde eine Führung; die letzte Führung beginnt um 17 Uhr. Montags hat das Casino geschlossen. Der Eintritt kostet 3,50 Euro (ermäßigt 2,50 Euro). Die Mitnahme von Hunden auf die Roseninsel ist nicht gestattet. Die Fähre zur Roseninsel startet vom Platanenrondell im Park Feldafing; die Überfahrt ist auch für Rollstuhlfahrer möglich.

Roseninsel war einer der Lieblingsorte des „Kinis“

Die Insel Wörth im Starnberger See, welche von König Maximilian II. zur Roseninsel umgestaltet und mit einer kleinen Inselvilla, dem Casino, versehen wurde, entwickelte sich zu einem der Lieblingsorte von König Ludwig II. Der König empfing auf der Insel ausgewählte Gäste wie Zarin Maria Alexandrowna, Richard Wagner oder Kaiserin Elisabeth von Österreich. Sehenswert ist neben dem „antik-pompejanisch-alpenländischen“ Casino insbesondere auch der nach Plänen von Peter Joseph Lenné gestaltete Inselpark mit Rosengarten. In direktem Umfeld der Roseninsel liegen auf dem Seegrund Pfahlbaufundstellen, die unter dem Titel „Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen“ 2011 zusammen mit anderen ausgewählten Fundstellen ins Welterbe der UNESCO aufgenommen wurden. Die Pfahlbaufundstellen im Starnberger See repräsentieren gemeinsam mit den übrigen Pfahlbaustationen in Europa ein archäologisches Erbe, das bis 5000 vor Christus zurückreicht.