Außenhandel mit China durch Coronakrise stark rückläufig

Im deutschen Außenhandel haben sich im Februar 2020 beim Warenverkehr mit China deutliche negative Effekte der Coronavirus-Pandemie gezeigt. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mit. Die Exporte nach China nahmen demnach gegenüber Februar 2019 um 8,9 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro ab, die Importe aus China sanken um 12,0 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.

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Bereits im Januar waren die Exporte nach China (-6,5 Prozent) und die Importe aus China (-0,5 Prozent) rückläufig gewesen. Insgesamt wurden im zweiten Monat des Jahres von Deutschland Waren im Wert von 109,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 88,5 Milliarden Euro importiert. Damit waren die Exporte um 0,4 Prozent höher und die Importe um 2,9 Prozent niedriger als im Februar 2019. Kalender– und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent zu und die Importe um 1,6 Prozent ab.

Größere Auswirkungen der Coronakrise auf die Außenhandelsergebnisse werden erst ab dem Berichtsmonat März erwartet. Die Außenhandelsbilanz schloss im Februar 2020 mit einem Überschuss von 20,8 Milliarden Euro ab, so die Statistiker weiter. Im Februar 2019 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +17,8 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Februar 2020 bei 21,6 Milliarden Euro.

Die deutsche Leistungsbilanz schloss mit einem Überschuss von 23,7 Milliarden Euro ab. Im Februar 2019 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 15,8 Milliarden Euro ausgewiesen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Februar 2020 Waren im Wert von 58,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 49,2 Milliarden Euro von dort importiert, so das Bundesamt weiter. Gegenüber Februar 2019 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 0,8 Prozent und die Importe aus diesen Staaten sanken um 1,9 Prozent.

In Drittländer wurden Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro exportiert (-0,1 Prozent) und im Wert von 39,3 Milliarden Euro eingeführt (-4,1 Prozent).