Außenhandelschef will britischen EU-Wiedereintritt nach dem Brexit

Außenhandelspräsident Holger Bingmann hat die EU aufgefordert, die Briten nach einem möglichen harten Brexit zum Wiedereintritt in die EU zu bewegen. „Wenn es in Folge des gestrigen Votums zu einem unkontrollierten Brexit kommen sollte, dann müssen die Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten zusammen mit der EU alle Anstrengungen unternehmen, die britische Gesellschaft von den Vorteilen eines Wiedereintritts zu überzeugen“, sagte Bingmann der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). Selbst im schlechtesten Szenario dürfe der Brexit nur eine „vorübergehende Randnotiz der europäischen Geschichte“ werden.

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Allerdings sei auch nach der Niederlage von Premierministerin May noch nicht alles verloren. „Ein harter Brexit kann immer noch abgebogen werden, wenn die Briten das wollen“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). „Nach der Abstimmung darf jetzt kein Automatismus eintreten, der zu einem ungeregelten Austritt aus der EU führt. Vielmehr müssen jetzt alle Möglichkeiten auf den Tisch, dazu zählt auch ein zweites Referendum im Vereinigten Königreich“, sagte Bingmann, „die Brücken dürfen nun nicht eingerissen werden“.