Außenministerin Baerbock: „Wir versuchen auf allen Ebenen das Machtzentrum Putins zu treffen.“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zieht die Konsequenz aus dem russischen Angriff auf die Ukraine und spricht dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den Status als politischer Partner ab. „Derzeit kann er kein Partner sein“, sagte Baerbock im Interview mit RTL/ntv.

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Foto: Pixabay

Das Ziel müsse es jetzt sein, das Leiden und die Barbarei des Krieges zu beenden. Die Verurteilung des Krieges gegen die Ukraine durch die UN-Vollversammlung gestern sei wichtig gewesen, denn sie belege die Isolation Putins. “Es unterstützt ihn eigentlich kein Land mehr, was nicht selbst eine Diktatur ist“, so die deutsche Außenministerin.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) fordert von Präsident Putin vor den erneuten Friedensgesprächen ein Ende der Bombardierungen in der Ukraine und sagt, man versuche auf allen Ebenen das Machtzentrum Putins zu treffen.

„Wenn jetzt von russischer Seite suggeriert wird, man solle über Frieden sprechen, dann muss als erstes diese Bombardierung aufhören,“ sagte Baerbock bei „RTL Direkt“ im Gespräch mit Jan Hofer. Dazu hätten alle Staaten dieser Welt auch aufgerufen. „Die Bombardierung muss ein Ende haben.“ Ob dieser Krieg aber noch zu stoppen sei, wisse niemand. „Putin wollte den Krieg, koste es was es wolle,“ so Baerbock am Abend. „Wir erleben einen russischen Präsidenten, der jegliche roten Linien überschritten hat. Er hat einen Angriffskrieg mitten in Europa gestartet, obwohl er kurz vorher noch behauptet hat, er möchte in Frieden mit seinen Nachbarn leben.“

In so einer Situation könne man nicht neutral sein, so Baerbock. „Wenn es um Krieg und Frieden geht, wenn es darum geht, ob man an der Seite eines Aggressors steht oder an der Seite unschuldiger Menschen, dann muss man sich entschieden und deswegen unterstützen wir die Ukraine jetzt auch mit Waffenlieferungen.“ Auch die Sanktionen spüre man im Kreml und international werde die Isolation Russlands vorangetrieben, so die Außenministerin. „Wir versuchen auf allen Ebenen das Machtzentrum Putins zu treffen.“