Heute Abend (19.00 Uhr)empfängt Regionalligist FV Illertissen den Tabellenführer FC Schweinfurt 05. Dabei sind die Rollen klar verteilt, denn die ‚Schnüdel‘, wie die Schweinfurter im Volksmund heißen, sind klarer Favorit.logo_FVI_300 Außenseiter | Spitzenreiter Schweinfurt 05 kommt nach Illertissen mehr Fußball Neu-Ulm News Sport FC Schweinfurt 05 FV Illertissen FVI Regionalliga Bayern | Presse Augsburg

Dass dabei den Illertissern die Außenseiterrolle bleibt, liegt auf der Hand. Sie haben zwar zuletzt eine kleine Miniserie von drei Spielen ungeschlagen hingelegt, doch da kann der Tabellenführer mit ganz anderen (Zahlen-)Pfunden wuchern. Von 12 Spielen hat man erst 2 verloren, hat mit 25 Toren den erfolgreichsten Angriff und mit erst 11 Gegentoren die stabilste Abwehr. Trotzdem sitzt den Schützlingen von Trainer und Ex-Profi Timo Wenzel(FC Augsburg, 1. FC Kaiserslautern, VfB Stuttgart) mit Türk Gücü München ein ernsthafter Konkurrent im Nacken. Auch der arbeitet, wie die Schweinfurter, unter Profibedingungen. Der Aufstieg dieser beiden Teams ist das erklärte Ziel.

Der FV Illertissen seinerseits kann bei diesem Spiel eigentlich nur gewinnen. Eine Niederlage gegen dieses Spitzenteam wird man als normal ansehen, alles andere wäre eine faustdicke Überraschung. „Buchbach und Rain schafften das auch“, versprüht Trainer Marco Küntzel verhaltenen Optimismus. „Wir freuen uns auf das Spiel. Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, haben wir eine Chance. Sich nur hinten reinstellen bringt aber sicher nichts, irgendwann wird der Druck zu groß.“ Man sei aber defensiv deutlich stärker geworden, so Küntzel weiter. Trotzdem werde man auch den Weg nach vorn suchen. So habe man letztes Jahr nämlich gegen diese Schweinfurter einen 0:2 Rückstand aufgeholt.

Eine besondere Taktik für diese Begegnung wollen die Illertisser nicht anwenden. Im Zeitalter der Videoanalysen kenne man sich bestens, könne den anderen kaum überraschen. Dass man Leute wie Ex-Profi und Torjäger Adam Jabiri oder Spielmacher Kevin Fery in Manndeckung nimmt, ist im modernen Fußball kaum mehr angesagt. Die Illertisser wollen versuchen, ihre Stärken auszuspielen, wollen die Fehlerquote möglichst niedrig halten. Auch zu schnelle und häufige Ballverluste können gegen so eine abgezockte Truppe wie die der Schweinfurter tödlich sein. Die meisten Mannschaften leben in der heutigen Zeit vom schnellen Umschaltspiel, beherrschen das manchmal mehr, manchmal weniger.

Zu ihrem Leidwesen müssen die Illertisser diesmal wieder auf Kapitän Moritz Nebel verzichten, der erneut beruflich unabkömmlich ist. Zum Glück hat man beim FVI keine größeren Verletzungssorgen, lediglich Phillip Schmid war im Laufe der Woche krank. Erfreulich ist der Fortschritt bei Tim Buchmann, der schon einen Einsatz in der zweiten Mannschaft absolvierte und wohl im Kader sein wird.