Auswärtssieg dank überzeugendem Schlussdrittel – Ratiopharm Ulm gewinnt in Bamberg

Ratiopharm Ulm schlägt die Bamberg Baskets nach einem überzeugenden Schlussviertel mit 76:84 und holt mit kleinerer Rotation einen wichtigen Sieg in der Fremde.

Unnamed38
Foto: Harry Langer via pM BBU

Am Ende war die Energie in der Zone entscheidend, um das Momentum herauszuarbeiten und sich schlussendlich erfolgreich abzusetzen. Nach dem Führungswechsel zu Beginn des Schlussviertels (64:63), sollte Center Trevion Williams in den letzten zehn Minuten eine tragende Rolle zukommen. Der 2,06m-Hühne stand maßgeblich für die Energie zum Korb, den entscheidenden 12:2-Run (5/5 2P), wichtige Defensivrebounds und die Bamberger Punkteausbeute im Schlussabschnitt (13:22).

Tommy Klepeisz, Pacôme Dadiet, George De Paula und L.J. Figueroa – die Liste der erfolgreichen Dreierschützen wuchs von Minute zu Minute (4/7 3P) und ebnete einen erfolgreichen Start inklusive 9:0-Lauf (9:17, 6.). Trotz einiger Abstimmungsprobleme aufseiten der Hausherren (5 TO), schafften die Ulmer es nicht gewinnbringend durch die Zone zu kommen, während die Gäste gerade dort erfolgreich attackierten (18:21). Auch in Viertel Nummer zwei legten Klepeisz & Co. von außen weiter los. Initiiert vom Kapitän mit zwei aufeinanderfolgenden Dreiern, nahmen sich die Kollegen Nunez und Figueroa ein Beispiel am Wurf vom Parkplatz (26:35, 15.). Als es dann wieder durch Zone klappen sollte, sorgte Youngster Dadiet für wichtige Akzente. Als Starter für den angeschlagenen Karim Jallow, ging der 18-Jährige in der ersten Halbzeit als Topscorer voran (10 Pkt) und brachte die notwendige Durchschlagskraft zur Pausenführung (36:43).

„Wir müssen alles an Energie in die Waagschale werfen. Unsere Jungen spielen bislang mit viel Selbstvertrauen. Wir haben ihnen ganze Jahr dieses Vertrauen entgegengebracht und heute ist ihre Chance, dies zurückzuzahlen“, gab Ulms Kapitän im Halbzeitinterview zu verstehen – und die Youngster waren weiter drauf und dran, diese Chance zu nutzen. Aus der Halbzeit gab es gerade mit deren Unterstützung und schnellem Offensivbasketball immer wieder Lösungen auf dem Weg zum Korb. Erst war es die Power von Center Trevion Williams (4/4), dann die Nahdistanzwürfe Figueroas (3/3) und zur Krönung das französische Alley-Oop-Anspiel von Dadiet auf Noa Essengue (59:62, 28.). Es häuften sich die Führungswechsel, insgesamt sechs in vier Minuten, ehe abermals Dadiet mit sehenswertem Drive einen 12:2-Run seines Teams initiierte und mit Center Trevion Williams einen Spieler mit allerletzter Konsequenz fand, der als Topscorer mit einem weiteren Double-Double (20 Pkt/10 Reb) den Sieg auf den Weg brachte.