Kurz vor Weihnachten 2014 war ein Mann auf der Verbindungsstraße zwischen Emersacker und Heretsried zusammengebrochen. Dort wurde er dann von einm heute 80-jähriger Rentner aus Unachtsamkeit überfahren. Der Mann verstarb daraufhin. Heute bestätigte das Amtsgericht Augsburg eine erste Verurteilung des Rentners.krankenwagen Autofahrer überfährt bewusstlosen Mann - Augsburger Gericht bestätigt Urteil News Polizei & Co Amtsgericht Augsburg Emersacker Heretsried Unfall | Presse Augsburg

Drei Tage vor Weihnachten 2014 fuhr ein heute 80-jähriger Rentner mit seinem PKW in den Abendstunden bei völliger Dunkelheit auf der trockenen Staatsstraße zwischen Emersacker, in Richtung Heretsried, Ortsteil Lauterbrunn. Die Straße führt durch ein Waldstück mit leichter Linkskurve. Dort kam es zu einem folgenschweren Unfall.

Ein 55-jähriger Mann lag bewusstlos auf der Fahrbahn. Eine heute 48-jährige Altenpflegerin sah ihn auf der Straße liegen. Sie blieb stehen, schaltete die Warnblinkanlage ein und wollte dem Gestürzten zur Hilfe kommen. Sie versuchte den Mann in den Seitenstreifen zu ziehen. Sie schaffte es nicht mehr. Der Wagen des Rentners kam mit gleichbleibender Geschwindigkeit von  ca. 70 km/h. angefahren und erfasste den Bewusstlosen. Der Mann verstarb noch an der Unfallstelle.

Der Unfallfahrer war deswegen bereits einmal zu einer Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung mit fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden. Dagegen ließ er Berufung einlegen. Doch auch das Amtsgericht unter Vorsitz von Richterin Martina Triebel sah den Rentner als schuldig an. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt. Der Unfall hätte nach der Meinung des Gerichts verhindert werden können. Das abgestellte Fahrzeug und die Warnblinkanlage hätten Warnung sein müssen. Auch das er vom Fernlicht des abgestellten Autos geblendet wurde, hätte eher zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit beitragen müssen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.