Autoindustrie empört über Reiche-Aussagen zu Nexperia-Krise

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat empört auf Aussagen der Bundesregierung reagiert, wonach die Unternehmen ihre Lieferketten nicht resilient genug aufgestellt hätten.

Katherina Reiche am 06.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

“Die wiederholte Behauptung, vor allem die Automobilindustrie hätte weder durch Lagerhaltung noch durch `Second Sourcing` Vorsorge getroffen, weisen wir mit aller Deutlichkeit zurück”, sagte Verbandschefin Hildegard Müller dem Nachrichtenmagazin “Politico”.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte in der vergangenen Woche gesagt, sie habe “wenig Verständnis dafür, wenn Unternehmen nach Corona-Pandemie und Energiekrise immer noch auf Single Sourcing setzen”. Mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit dürfe es nicht sein, dass Firmen jetzt von den Exportbeschränkungen Chinas bei Seltenen Erden und der Knappheit von Chips völlig überrascht würden.

Die Autoindustrie habe sich vorbereitet, betonte hingegen Müller. Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren ihre Lieferketten resilienter aufgestellt. Lagerbestände seien aber begrenzt. In der Halbleiter-Krise sei “eine kurzfristige Lösung nur auf politischer Ebene zu finden – dort, wo der Konflikt entstanden ist”.

Reiche hingegen sieht die Industrie in der Pflicht, “ihre Lieferketten robust aufzustellen”. Das schreibt das Ministerium in einem Bericht an den Wirtschaftsausschuss. Zudem will das Bundeswirtschaftsministerium ein “Lieferkettenmonitoring zur Schaffung von Transparenz und Risikobewusstsein” etablieren, um die Halbleiterkrise zu beobachten, zitiert “Politico” aus dem Bericht. Bisher gebe es dafür aber noch keine Haushaltsmittel.

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DTS Nachrichtenagentur
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Autor dieses Artikel ist unser Partner, die dts Nachrichtenagentur.

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