Baden-Württembergs Ministerpräsident dringt auf Auto-Kaufprämie

In der Debatte um das geplante Konjunkturprogramm pocht der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf eine Kaufprämie für Autos. Diese solle „für elektrische Fahrzeuge höher ausfallen als für moderne, emissionsarme Verbrenner“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Kretschmann hält es für unverzichtbar, auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu unterstützen.

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„Man kann eine Branche nicht hochziehen, wenn man nur einen kleinen Teil ihrer Produkte fördert“, sagte er. „Im ersten Quartal haben Elektroautos gerade mal 3,9 Prozent ausgemacht.“ Zugleich warnte der Regierungschef vor einer Überforderung des Staates in der Coronakrise. „Die Gefahr, dass der Staat sich übernimmt, ist auf jeden Fall da“, sagte Kretschmann. Man müsse so gezielt wie möglich vorgehen und vor allem den Branchen unter die Arme greifen, die von der Krise schwer betroffen seien. „Zum Beispiel der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau.“ Ein Familienbonus von 300 Euro für jedes Kind, wie er im Finanzministerium geplant wird, lehnte Kretschmann ab: „Man muss gezielt was tun. Ich halte wenig davon, ein allgemeines Geld für alle Familien zu verstreuen.“