Baden-Württembergs Ministerpräsident warnt vor Corona-Alleingängen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Bundesländer zu einem einheitlichen Vorgehen in der Corona-Pandemie ermahnt. „Wenn jedes Land seinen eigenen Weg geht, nimmt die Akzeptanz in der Bevölkerung ab“, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Von dem Vorstoß des Thüringer Regierungschefs Bodo Ramelow (Linke) zur Aufhebung wesentlicher Corona-Vorschriften halte er wenig, so Kretschmann.

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„So lange kein Impfstoff oder Heilmittel gefunden ist, hat sich die Situation nicht grundlegend geändert.“ Das Virus könne jederzeit an jedem Ort ausbrechen. „Deswegen müssen wir uns für lange Zeit an diese Regeln gewöhnen.“

Eine rasche Öffnung von Kitas und Schulen indes hält Kretschmann für verantwortbar. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir für das kommende Schuljahr wieder regulären Unterricht anstreben können“, sagte der Ministerpräsident und verwies auf eine Studie aus Baden-Württemberg. Ein Zwischenergebnis besage, dass Kinder unter zehn Jahren sich weniger ansteckten als Erwachsene. „Deswegen können wir zügig weitere Öffnungsschritte gehen“, so Kretschmann.

„Kinder sind nach dem aktuellen Wissensstand bei dieser Virenart keine Virenschleudern.“ Man richte sich nach einer belastbaren Studie, „wenn wir Kindergärten und Schulen öffnen – natürlich unter Beachtung der Hygieneregeln“. Zugleich äußerte sich der Regierungschef entsetzt über Angriffe auf Wissenschaftler. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir solche renommierte Virologen und Epidemiologen an unserer Seite haben und sie uns nach bestem Wissen und Gewissen beraten“, sagte er.