Bärenkeller | Anwohner sammeln Unterschriften gegen geplante Asylunterkunft

Die Stadt Neusäß muss wie viele Kommunen aufgrund der Asylsituation Unterkünfte bauen. Dies soll in direkter Nachbarschaft zum Augsburger Stadtteil Bärenkeller geschehen. Die dortigen Bürger machten nun aus verschiedenen Gründen dagegen mobil.

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Die Anwohner an der Hirblinger Straße sind beunruhigt. Es soll in der Nachbarschaft eine Asylunterkunft entstehen.| Foto: Dominik Mesch

Anfang Dezember kamen immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit. Die Stadt Neusäß plant den Neubau von neuen Gebäuden um ihren Aufgaben in der Asylfrage nachkommen zu können. Dies soll in unmittelbarer Nachbarschaft zum Augsburger Stadtteil Bärenkeller geschehen. 180 Menschen sollen dort unterkommen können. Die Anwohner im Bärenkeller hatten schon Mitte Dezember auf der Sitzung des Neusäßer Bauausschuss gezeigt, dass das Vorhaben dort nicht nur auf Zustimmung trifft. Deutlich über 100 Anwohner waren als Zuhörer gekommen und hatten im Anschluss beschlossen eine Unterschriftensammlung zu machen.

Im unmittelbaren Umfeld der Hirblinger Straße wurden 345 Unterschriften von Anwohnern gesammelt, die gegen diese Baupläne von Neusäß sind.

Diese Unterschriften wurden nun am Rande der Augsburger Bauausschusssitzung durch die CSU-Stadträte Peter Schwab und Günter Göttling an Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl überreicht. Diese Unterschriften sind nicht nur ein Meinungsbild, sondern auch als Hilferuf an das Augsburger Stadtoberhaupt zu verstehen, den Bärenkeller vor den Neusäßer Plänen zu schützen.

Parteiübergreifend und mit deutlichem Unmut wurden die Neusäßer Pläne in Augsburg abgelehnt. Gleich mehrere Gründe führten zur Ablehnung. Einer dieser Gründe ist auch der Kanalanschluss und das in der Nähe befindliche Pumpwerk, welches jetzt schon an der Kapazitätsgrenze läuft. Das geplante Neubaugebiet würde der Kanal noch aufnehmen können, aber darüber hinaus müsste ein neuer Kanal gebaut werden und das müsste wiederum der Augsburger bezahlen. Natürlich spielt die Integration der Asylsuchenden selbst auch eine Rolle. Im Bärenkeller leben aktuell bereits rund 150 Bewerber in dezentralen Einrichtungen.