Bärenkeller/Firnhaberau | Zweimal falsche Handwerker

Zweimal, am Montag im Bärenkeller und am Dienstag in der Firnhaberau wurde von Unbekannten der sogenannte „Handwerkertrick“ angewendet. Im Bärenkeller mit großem Schaden für die Betrogene, in der Firnhaberau ohne Schaden, weil die Wohnungsinhaberin vorbildlich reagierte:
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Symbolbild/Pixabay
 
Bärenkeller – Falscher Handwerker entwendet Schmuck und Bargeld
 
Am Montag (24.08.2020) gegen 08:00 Uhr sprach ein unbekannter Mann eine Anwohnerin im Dohlenweg an. Nachdem er behauptete Schmuckhändler zu sein und sich am Ankauf von Schmuck interessiert zeigte, konnte er der Seniorin vermutlich eine Aussage über ihre Wertgegenstände im Haus entlocken. Gegen 10:45 Uhr stand schließlich ein anderer unbekannter Mann vor dem Haus der Rentnerin und gab ihr gegenüber an, dass ihr Dach repariert werden muss. Die Seniorin stimmte dem Reparaturangebot von 150 Euro zu und ließ den Unbekannten zur Begutachtung des vermeintlichen Schadens in ihr Haus. Wenig später gab sie dem Mann 100 Euro im Voraus, worauf dieser versprach in Kürze zurückzukehren, um die Reparatur zu erledigen.

Als der Unbekannte jedoch nicht wieder kam und die Rentnerin das Fehlen von Bargeld und Schmuck feststellte, erstattete sie Anzeige. Es entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

Von den unbekannten Männern konnte lediglich der falsche Handwerker beschrieben werden. Er soll etwa 30 Jahre alt und 175 cm groß sein, hatte ein südländisches Aussehen und dunkle Haare. Zudem war er mit einer gelben Warnweste bekleidet.

Zeugen, welche Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Augsburg 5 unter der Telefonnummer 0821/323-2510 zu melden.



Firnhaberau – Richtig reagiert: Falscher Handwerker scheitert
 
Alles richtig gemacht hat gestern Nachmittag eine 29-jährige Mieterin eines Mehrfamilienanwesens in der St.-Lukas-Straße. Bei ihr hatte gegen 15.20 Uhr ein Mann geklingelt und mitgeteilt, dass er die Gasleitung überprüfen müsse. Die Wohnungsinhaberin ließ den Mann jedoch nicht ins Haus, sondern vereinbarte mit ihm über die Sprechanlage einen Termin am nächsten Tag. Anschließend rief sie bei ihrem Vermieter an, da ihr das Verhalten des mutmaßlichen Handwerkers komisch vorkam. Der Verdacht bestätigt sich dann auch, nachdem der Vermieter der Frau bestätigte, dass die Wohnung über gar keinen Gasanschluss verfügt. Der „Gasprüfer“ sprach perfekt Deutsch, wirkte sehr sympathisch und dürfte anhand der Stimme etwa 20 – 30 Jahre alt sein. Mit weiterem Auftreten muss gerechnet werden.

Tipps und Verhaltensempfehlungen in Bezug auf falsche / betrügerische Handwerker sind auch unter: www.polizei-beratung.de aufgelistet.

 
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