Bärenstarke Defensive sichert dem FC Augsburg einen Punkt in Frankfurt

Nach der Auftaktpleite in der Vorwoche musste der FC Augsburg heute bei der heimstarken Frankfurter Eintracht ran. Nach einer bärenstarken Defensivleistung konnten sich die Schwaben den ersten Bundesligapunkt in dieser Saison sichern.

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Felix Uduokhai (im Bild) und Reece Oxford bildeten eine unüberwindbare Defensivwand. | Archivbild

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Sechsmal in Folge hatte der FC Augsburg zuletzt saisonübergreifend ein Auswärtsspiel in der Bundesliga als Verlierer verlassen, die Vorzeichen, dass dies heute besser werden würde standen nicht allzu gut. Der heutige Gastgeber aus Frankfurt ist eine Heimmacht und hatte in der Vorsaison kein einziges Mal zuhause verloren. Nachdem die Schwaben zudem in der letzten Woche gegen Hoffenheim deutlich Federn lassen (0:4) mussten, musste sich FCA-Cheftrainer Weinzierl einiges einfallen lassen. Der Niederbayer versuchte mit der Hereinnahme von Framberger (für Jensen) und das genesene Oxford für mehr Stabilität in der Defensive zu sorgen.

Augsburg früh ohne echten Stürmer

Dass die Eintracht von rund 22.000 Fans unterstützt wurde, machte die Aufgabe nicht leichter. Als auch noch Niederlechner nach einer guten Viertelstunde angeschlagen von Jensen ersetzt werden musste, erschwerte dies die Aufgabe zusätzlich. Der einzige nominelle Angreifer des FCA war nach einem Kopfballduell mit SGE-Kapitän Hinteregger benommen liegen geblieben, konnte aber das Feld selbstständig verlassen. Niederlechners finnischer Ersatz tat sich in der Folge schwer, konnte sich nicht in Szene setzen. Doch auch die Eintracht-Offensive machte es in einer chancenarmen ersten Halbzeit nur bedingt besser.  Kurz vor der Pause hatte der quirlige Hauge die bis dahin beste Gelegenheit, der norwegische Nationalspieler scheiterte aber am guten FCA-Schlussmann Gikiewicz. So konnten die Augsburger das torlose Unentschieden mit Glück in die Pause retten.

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Dicker als ein Telefonbuch: Verleztungspech bleibt bei Moravek

Dieses Glück schien Augsburg in der Kabine gelassen zu haben. Kaum hatte Schiedsrichter Osmers die zweite Hälfte wieder angepfiffen, war diese für Moravek auch schon wieder beendet. Bei einer glänzenden Abwehraktion war der Tscheche auf den Ball getreten und hatte sich dabei verletzt. Wieder einmal Moravek, dessen Krankenakte inzwischen wohl dicker als das Telefonbuch ist. Ausgerechnet der für ihn eingewechselte Gruezo verursachte nur Minuten nach seiner Hereinnahme nach einer Handabwehr einen Freistoß. Aus 17 Metern Entfernung ballerte Lindström aber eher uninspiriert genau auf Augsburgs Schlussmann Gikiewicz, der damit keine Probleme hatte. Die Szene war beispielhaft für das Spiel der Eintracht an diesem Nachmittag. Immer wieder kamen die Hessen gefälig bis zum Strafraum, vergaben dann aber teils kläglich. Der Druck auf das Augsburger Gehäuse nahm aber immer weiter zu. Die Augsburger Hintermannschaft um die bärenstarken Innenverteidiger Oxford und Uduokhai konnte sich über Arbeit nicht beklagen. Während der Defensivverbund im Vergleich zur Vorwoche deutlich stabiler stand, ging auch heute in der Vorwärtsbewegung lange nichts zusammen. Weinzierl musste darauf reagieren und tat dies auch. Gut zwanzig Minuten vor dem Ende brachte er mit einem Dreifachwechsel frische Kräfte auf den Rasen. Die Aktion zeigte ihre Wirkung. Augsburg meldete sich nun ebenfalls hin und wieder im Strafraum vor Kevin Trapp an, ein einziger Treffer konnte hier drei Punkte wert sein, fallen wollte dieser aber nicht. Beide Mannschaften sicherten sich aber nach den deutlichen Niederlagen zum Saisonauftakt zumindest einen Zähler. Die mitgereisten FCA-Schlachtenbummler wussten aber genau, bei wem sie sich dafür bedanken durften. Bei Schlussmann Gikiewicz und seine beiden Vorderleuten aus der Innenverteidigung.

Eintracht Frankfurt: Trapp – Durm, Hinteregger, Ndicka, Lenz – Sow, Hrustic (80.Hasebe), Hauge (70. Kamada), Lindström (80.Ache) , Kostic – Borré

FC Augsburg: Gikiewicz – Gumny, Oxford, Uduokhai, Iago – Framberger (71. Pedersen), Dorsch (71. Caligirui), Hahn (71. Gregoritsch), Moravek (48. Gruezo), Vargas – Niederlechner (17.Jensen)

Tore: FEHLANZEIGE

Gelbe Karten: Borré, Sow, Lenz | Framberger, Gumny, Gruezo

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer:  22.000