Bahn-Chef: Pünktlichkeit im Fernverkehr auf 80 Prozent gestiegen

Die Deutsche Bahn ist nach den vielen Verspätungen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben wieder pünktlicher geworden. „Im Februar waren wir im Fernverkehr mit 80 Prozent Pünktlichkeit schon deutlich besser unterwegs“, sagte Bahn-Chef Richard Lutz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). „Im Januar waren es nur 76,3 Prozent, da haben wir noch mit Fahrzeugproblemen gekämpft.“

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Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen eine Quote von 76,5 Prozent an nach nur 74,9 Prozent im Vorjahr. Die Bahn will am Montag eine neue Pünktlichkeitsstatistik präsentieren, wie Lutz ankündigte. Bislang gehen Züge, die ersatzlos ausfallen, darin nicht ein.

Der neue Wert der „Reisenden-Pünktlichkeit“ solle das ändern und sich besser an den Kunden orientieren. Bislang misst die Bahn die Ankunft der einzelnen Züge: Sie gelten als verspätet, wenn sie mindestens sechs Minuten nach dem Fahrplan ihr Ziel erreichen. Künftig gilt hingegen eine Ankunft als pünktlich, wenn der einzelne Reisende sein Ziel mit weniger als 15 Minuten Verspätung erreicht. Dabei zählt dann, ob er seinen Anschlusszug erreichte oder einen Ersatzzug nehmen konnte.

Trotz der zahlreichen Probleme hat die Bahn im vergangenen Jahr so viele Fahrgäste transportiert wie nie zuvor. „2018 haben wir – nach 142 Millionen Passagieren im Jahr davor – einen neuen Passagierrekord erzielt“, sagte Lutz der FAZ. Die genauer Zahl will er bei der Vorlage der Konzernbilanz am 28. März bekannt geben. Positiv angenommen werde von den Kunden das noch neue Angebot, online einzuchecken, was Kontrollen im Zug überflüssig macht. „Jeder zweite Kunde bucht sein Ticket heute online – und von dieser Gruppe nutzt jeder Dritte auch den sogenannten Komfort Check-in“, sagte Lutz.

Auch bei der Suche nach neuen Mitarbeitern kommt die Bahn voran. In den ersten Wochen des Jahres seien fast 6.000 Einstellungen vereinbart worden, bis zum Jahresende würden die angestrebten 22.000 geschafft. „Da können wir gerne eine Wette abschließen“, sagte Lutz.