Bahnhof Donauwörth | Barrierefreier Ausbau läuft gut an

Der barrierefreie Umbau des Donauwörther Bahnhof geht auch in Corona-Zeiten wie geplant voran. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der schwäbische CSU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange, der Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Helmut Schütz sowie der Donauwörther Oberbürgermeister Jürgen Sorré überzeugten sich heute gemeinsam mit dem DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla persönlich vom Stand der Umbauarbeiten.

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Ein Dankeschön fürs Bauen unter Corona-Bedingungen: In Donauwörth bedanken sich u.a. MdB Ulrich Lange, der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und der DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla für den Einsatz der Baufirmen. Foto: Deutsche Bahn AG/ Michael Schmidt

Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer: „Attraktive, barrierefreie Bahnhöfe, wie in Donauwörth, sind wichtig, um mehr Menschen auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen. Mit einem Sofortprogramm sanieren wir jetzt kurzfristig weitere Bahnhöfe. Außerdem starten wir noch dieses Jahr ein großes Bahnhofs-Modernisierungsprogramm. Damit es Orte werden, an denen sich die Fahrgäste nicht nur aufhalten, sondern wohlfühlen.“

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Barrierefreiheit ist das A und O, damit alle Menschen eigenständig mit der Bahn reisen können. Jedes Jahr machen wir jährlich rund 100 Stationen barrierefrei. Es freut mich, dass jetzt der Bahnhof Donauwörth hinzukommt. In wenigen Jahren entsteht hier ein moderner Bahnhof, der Bahnfahren für alle Reisenden attraktiv und komfortabel macht. Nicht zuletzt leisten wir mit diesem Bahnhofsumbau einen ganz konkreten Beitrag zur Stärkung der Schiene und damit zum Klimaschutz.“

MdB Ulrich Lange: „Nach jahrelangem Einsatz ist es uns nun endlich gelungen mit dem barrierefreien Ausbau zu starten. Das ist ein großer Erfolg für die Stadt Donauwörth als Verkehrsknotenpunkt und die Bahnreisenden in der ganzen Region. Darüber freue ich mich sehr! Mit den Fördermitteln des Bundes, des Freistaats Bayerns und der Bahn in Höhe von 43 Millionen Euro setzen wir jetzt ein klares Signal und leisten einen wichtigen Beitrag, um den Schienenverkehr auf dem Land attraktiver und leistungsfähiger zu gestalten.“

Oberbürgermeister Donauwörth, Jürgen Sorré: „Der barrierefreie Ausbau ist ein wichtiges Zeichen für die Stärkung des Bahnknotenpunktes Donauwörth und zugleich ein Meilenstein für die Mobilitätswende. Gleichzeitig werden damit Voraussetzungen geschaffen für ein weiteres Projekt der Zukunft: für den südlichen Bahnhofszugang, also den „Durchstich“, zur Industriestraße. Dieser kann baulich an den neuen Bahnsteigtunnel angeschlossen werden – und wir arbeiten daran, die Voraussetzungen dafür zu erfüllen.“

Auch für den Freistaat Bayern ist dieser Ausbau ein essentielles Signal für die Region: „Ich freue mich, dass die Barrierefreiheit im Bahnhof Donauwörth Konturen annimmt. Er zählt zu den wichtigsten Knotenpunkten im Freistaat. Dort ist barrierefreies Reisen nicht nur beim Ein- und Aussteigen, sondern auch beim Umsteigen gefragt. Das Geld des Freistaats ist dort freiwillig, aber bestens investiert. Wir wollen, dass Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Kinderwagen und schwerem Gepäck eigenständig, schnell und ohne größere Anstrengungen zu den Zügen im Nah- und Fernverkehr sowie von den Zügen in die Stadt kommen können“, so der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Klaus Holetschek.

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Der Bahnhof Donauwörth wird barrierefrei umgebaut. Visualierung: DB Station&Service

Für die täglich rund 10.000 Besucher des Bahnhofs wird Reisen in Zukunft deutlich komfortabler: Die Deutsche Bahn erneuert vier Bahnsteige einschließlich der Bahnsteigdächer und stattet sie mit neuen Zuganzeigern und Sitzgelegenheiten aus. Alle Bahnsteige sind künftig barrierefrei und mit Aufzügen an die neue Bahnsteigunterführung angebunden. Für die Gesamtinvestitionssumme von 43 Millionen Euro kommen Bund, der Freistaat und die DB gemeinsam auf. Der Bund trägt davon 72 Prozent, rund 31 Millionen Euro. 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bereits heute nutzen täglich 2,2 Millionen Menschen in Bayern barrierefreie Stationen. Bund, Bayern und Bahn investieren umfangreiche Mittel in den weiteren barrierefreien Ausbau von Verkehrsstationen im Freistaat. In diesem Jahr sind 160 Millionen Euro dafür eingeplant – und damit über 30 Prozent mehr als 2019.

In den vergangenen fünf Jahren wurden rund 80 bayerische Bahnhöfe barrierefrei, rund 20 Stationen kommen in diesem und dem nächsten Jahr hinzu.