Bahnstadt Heidelberg hat Impulscharakter für Augsburger Stadtentwicklung

Für den Bereich Nachverdichtung und die Ausweisung neuer Wohnbauflächen hat die Bahnstadt Heidelberg Vorbildcharakter. Aus diesem Grund informierten sich Mitglieder des Augsburger Bau- und Umweltausschusses vor Ort über den Stadtteil, der auf ehemaligen Rangierflächen des Güterbahnhofes entsteht und künftig rund 5.000 Bürger beheimaten soll. Zudem sind auf dem Gelände Gebäude für wissensbasierte und forschende Unternehmen geplant.

17_05_08_Impulse-von-der-Bahnstadt-Heidelberg Bahnstadt Heidelberg hat Impulscharakter für Augsburger Stadtentwicklung Augsburg Stadt News Politik Augsburg Bahnstadt Bau- und Umweltausschuss Heidelberg | Presse Augsburg
Bei einer Exkursion in dem neuen Heidelberger Stadtteil Bahnstadt informierten sich Mitglieder des Augsburger Stadtrats über nachhaltiges Bauen und Nachverdichtung. | Foto: Dominik Herbein, Stadt Augsburg

Augsburg ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und bewegt sich auf die 300.000 Einwohner-Marke zu. Die Schaffung von Wohnraum ist eines der wichtigsten Anliegen in der Stadt. Vor diesem Hintergrund diskutierte die Stadtratsdelegation, der auch Umweltreferent Reiner Erben und Baureferent Gerd Merkle angehörten, Möglichkeiten, wie die Erfolge der Heidelberger Bahnstadt auf Augsburg übertragen werden können. „Die Bahnstadt ist ein tolles Beispiel für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung und bietet viele Anknüpfungspunkte für Augsburg“, so der Umweltreferent.

So werden zum Beispiel alle Gebäude des neuen Heidelberger Stadtteils im Passivhaus-Standard errichtet. Dadurch entsteht nach eigenen Angaben die größte Passivhaus-Siedlung der Welt. Außerdem setzt die Stadt Heidelberg in der Bahnstadt langfristig komplett auf erneuerbare Energien und Verkehrsberuhigung etwa mit Tempo 30 in den Quartiersstraßen. Zudem verbinden mehrere Straßenbahn- und Buslinien das Quartier mit der Gesamtstadt.

Die Stadt Heidelberg will die Bahnstadt besonders für Familien attraktiv machen und hat mit der Entwicklungsgesellschaft Heidelberg (EGH) eine Vereinbarung abgeschlossen, nach der unter anderem rund 20 Prozent des gesamten entstehenden Wohnraums gefördert werden sollen. Im Focus dabei stehen künftige Mieter wie auch Eigentümer, die in ihrer eigenen Wohnung wohnen möchten.