Batterienetzwerk Süddeutschland wird angestrebt – Augsburg wäre als ein Standort vorgesehen

Im Rahmen einer gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierungen von Bayern und Baden-Württemberg in Meersburg wurde ein Austausch für die Gründung eines „Batterienetzwerk Süddeutschlands“ vereinbart. Standorte könnten Augsburg und Nördlingen, sowie Ulm und Karlsruhe sein. Das Netzwerk soll mit Mitteln von Bund und Ländern finanziert werden.

csm_190723_Kabinett_BW_BY_Meersburg_FRK_9213_079c79de18 Batterienetzwerk Süddeutschland wird angestrebt - Augsburg wäre als ein Standort vorgesehen Augsburg Stadt Augsburg-Stadt Bayern Campus News Wirtschaft Augsburg Baden-Württemberg Batterienetzwerk Süddeutschland Batteriezellforschung bayern E-Mobilität Karlsruhe Kretschmann Meersburg Nördlingen Söder Ulm | Presse Augsburg
Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Der Bund hat als Standort für eine Forschungsfertigung Batteriezelle Münster ausgewählt. Die Entscheidung des Bundes für einen Nicht-Automobilstandort, an dem Kapazitäten erst aufgebaut werden müssen, ist aus Sicht Baden-Württembergs und Bayerns schwer verständlich. Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein, gelte es, die Aktivitäten und Maßnahmen in einer nationalen Gesamtstrategie zu bündeln und in Abstimmung mit den Ländern eine Gesamtstrategie Batterie für Deutschland zu entwickeln.

In der Batteriefertigung sind wissenschaftliche Exzellenz und Unternehmen aller Wertschöpfungsstufen – vom Rohstofflieferanten bis zum Recycling – in Baden-Württemberg und Bayern konzentriert. Daher vereinbarten die beiden Regierungen einen Austausch im Bereich der Batteriezellforschung und -fertigung und die Gründung eines Batterienetzwerks Süddeutschland. Der Bund wird von Baden-Württemberg und Bayern aufgefordert, sich bei Batterieforschung- und -fertigung insbesondere an den Standorten Ulm, Karlsruhe, Augsburg mit Nördlingen sowie für Forschungsprojekte substanziell bei der Finanzierung zu bewegen. Die Länder Baden-Württemberg und Bayern werden mit dem Bund über eine finanzielle Beteiligung zur geplanten Förderung im Bereich der industriellen Fertigung für mobile und stationäre Energiespeicher (Batteriezellfertigung) im Rahmen eines IPCEI (Important Projects of Common European Interest) verhandeln.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Söder: „Wir brauchen Zusammenarbeit, wo Länder Spitzenkompetenzen aufweisen: Wir werden unsere Kräfte in der Batterieforschung und der E-Mobilität noch stärker bündeln“

Auch die industrielle Demontage und das Recycling von Batterien und Batteriezellen müssten intensiviert werden. Beide Länder sind überzeugt, dass der Bund sich dieser Thematik verstärkt annehmen und entsprechende Rahmenbedingungen gestalten soll, damit sich die Unternehmen auch weiterhin die erforderlichen Rohstoffe am Weltmarkt sichern können.

„Baden-Württemberg und Bayern sind wirtschaftliche Lokomotiven und führende Industrie- und Innovationsregionen. Uns verbinden viele Zukunftsthemen, bei denen wir gemeinsam punkten werden: Das Interesse an einem Föderalismus mit starken Gestaltungsmöglichkeiten für die Länder, die Bereiche Mobilität, Batterieforschung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz. Und auch bei energie- sowie umweltpolitischen Fragen haben wir sehr ähnliche Interessen, die wir gemeinsam vertreten“, so Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann