Mit der Anlieferung von 157 Modulen beginnen am Mittwoch die Bauarbeiten des Erweiterungsgebäudes für die Notaufnahme am Klinikum Augsburg.

2016-07-15-Grunsteinlegung-Anbau-West-–-40-klinikum Bau des Erweiterungsgebäudes für die Notaufnahme am Klinikum Augsburg beginnt Gesundheit News Klinikum Augsburg Notaufnahme Schwertransport | Presse Augsburg
Symbolbild

Bitte nicht wundern, wenn am 5. Oktober mehrere Leute unterwegs sind, um Straßenschilder zu entfernen und Sträucher zu schneiden. An manchen Stellen werden dieselben Leute große Stahlplatten auf Rasenflächen verteilen, um diese zu schützen. Anderenorts genügt es, Verkehrsschilder oder Richtungspfeile um 90 Grad zu drehen. Diese Vorbereitungsarbeiten sind notwendig für das, was dann nachts, zwischen 22 und 5 Uhr, passiert: Die Schwerlasttransporte der Firma Cadolto, ein Spezialist in Sachen Modulbau-Technologie in der Nähe von Nürnberg, bringen ab dem 5. Oktober die Module für das Erweiterungsgebäude der Notaufnahme des Klinikums. Ein Modul ist 17 Meter lang und fünf Meter breit, insgesamt werden 157 Module geliefert.

In den Wochen 40 und 41 und 46 und 47 sollen täglich zehn Module angeliefert werden. Die Schwerlasttransporter fahren im Zweier-Konvoi alle 15 bis 30 Minuten von Cadolzburg weg. Die Module werden zunächst im Wirtschaftshof des Klinikums genau nach Plan aufgestellt. Der größte Autokran, der auf deutschen Straßen fahren darf und bereits am 4. Oktober in unmittelbarer Nähe der Baustelle für das Modulgebäude zusammengebaut wird, greift sich dann tagsüber Modul für Modul und setzt das Gebäude, das sowohl als Erweiterung für die Notaufnahme als auch vorübergehend als Ausweichgebäude während der Sanierung der vier Bettentürme dient, zusammen.

„Bis vor kurzem noch war die Generalsanierung zwar objektiv bis 2025 geplant, aber gefühlsmäßig eine never endig story“, sagte Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie am Klinikum Augsburg, damals. Ein Meilenstein sei der einstimmige Beschluss des Verwaltungsrates für das Ausweichgebäude gewesen. „Mit der Fertigstellung des Gebäudes gewinnt die Generalsanierung insgesamt an Dynamik“, sagt Schmidtke heute. „Früher als ursprünglich geplant können wir sowohl die Intensiv- als auch die Kapazitäten der Notaufnahme deutlich erhöhen.“

Module haben eine komplizierte Anreise

15 Seiten umfasst das Streckenprotokoll, das akribisch auflistet, an welchem Kreisverkehr welches Schild abgeschraubt, auf welcher Straße ein Halteverbot benötigt wird, damit ein Koloss nach dem anderen sicher von der Autobahn 8 kommend am Klinikum Augsburg eintrifft. Nach Auskunft des Tiefbauamtes werden die Schwertransporte an der Anschlussstelle Augsburg West die A8 verlassen, auf die Bundesstraße 17 Richtung Kobelweg, vom Kobelweg auf die Dr.-Mack-Straße fahren und dann die Einfahrt ins Klinikum passieren. Dabei müssen noch einmal ein Bauzaun, mehrere Schilder und eine Laterne vorübergehend entfernt werden. Die Transporte werden außerdem von einem Fahrzeug mit Ampelanlage und der Polizei begleitet. Wir laden Sie herzlich ein, für Ihr Medium dabei zu sein, wenn wieder ein Stück Klinikumsgeschichte geschrieben wird.