Seit Anfang März bauen die Stadtwerke Augsburg (swa) eine neue Fernwärmeleitung in der Aindlinger und Meraner Straße. Die Arbeiten in diesem Bereich neigen sich nun dem Ende zu. Damit der Verkehr in der Osttangente wieder komplett freigegeben werden kann, muss die Asphaltdecke wieder hergestellt werden. Für diese Arbeiten ist die Sperrung einer weiteren Fahrspur nötig. Deshalb muss der Verkehr am Wochenende Samstag, 22. und Sonntag 23. Juni in Richtung stadteinwärts umgeleitet werden. Die Umstellung hierzu beginnt bereits in den Abendstunden am Freitag den 21. Juni.

Foto: Dominik Mesch

Um die Einschränkungen für Anlieger, Gewerbe und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu gestalten, werden die Straßenarbeiten von der Kreuzung Aindlinger Straße/Derchinger Straße bis zur Kreuzung Meraner Straße/Südtiroler Straße auf das letzte Wochenende der Pfingstferien gelegt. Die Umleitung erfolgt großräumig über die B2 und kleinräumig über die Derchinger und Bozener Straße. Es wird jedoch empfohlen diesen Bereich großräumig zu umfahren. Es ist geplant die Ostumgehung Ende Juni wieder vollständig für den Verkehr freizugeben. Die swa konnten den extrem engen Zeitplan trotz schwieriger Verkehrssituationen und einer komplexen Bautechnik einhalten.

Stammleitung 7 – für noch mehr grüne Energie

Um die ökologisch erzeugte Fernwärme der swa über das gesamte Jahr in die Stadt transportieren zu können, bauen die swa ihr Fernwärme-Netz in Augsburg aus. Die sogenannte „Stammleitung 7“ erschließt Gewerbegebiete in Lechhausen und sichert die Versorgung der Firma Kuka durch einen zweiten Anschluss. Die neue Stammleitung 7 wird an eine bestehende Fernwärmeleitung in der Aindlinger Straße bei der Einmündung Pfaffenhofener Straße angebunden. Von dort führt sie auf der Osttangente (Aindlinger- und Meraner Straße) weiter in die Kalterer-, Stätzlinger-, Zusam-und Ostrachstraße bis hin zum Kuka-Gelände.

Die Bauarbeiten in der Zusamstraße gehen gut voran und sollen Anfang August beendet sein. .Im Anschluss daran wird die Oberfläche in der Ostrachstraße hergestellt. Außerdem werden ab 1. Juli die Arbeiten in der Stätzlinger Straße beginnen. Diese dauern dann bis Anfang Oktober an. Die Stätzlinger Straße wird zwischen Zusamstraße und Kalterer Straße für die Arbeiten voll gesperrt.

Über die Stammleitung 7 können in Zukunft rund 44.000 kW Wärme transportiert werden. Damit könnten etwa 4.400 Einfamilienhäuser gleichzeitig beheizt werden. Im Biomasse-Kraftwerk und der Gasturbine der swa werden Strom und Wärme in der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung ökologisch erzeugt. Die Abwärme, die bei der Stromgewinnung entsteht, wird nicht ungenutzt an die Umwelt abgegeben, sondern erhitzt das Heizwasser der Fernwärme.

Knapp 50 Prozent der Fernwärme der swa stammen aus erneuerbarer Energie. Durch die zentrale, gemeinsame Erzeugung von Wärme und Strom werden Ressourcen eingespart. Damit reduzieren sich die CO2-Emissionen deutlich. Weite Teile der Augsburger Innenstadt werden ausschließlich durch die Fernwärme versorgt. Das trägt dort ganz erheblich zur Luftreinhaltung bei. Außerdem sind Wohngebiete wie das Uni-Viertel, die ehemaligen US-Kasernen oder das Schwaben-Center an die Fernwärme angeschlossen, ebenso wie große Unternehmen, etwa die MAN, Schulen oder die Kliniken Uniklinik, Diakonissenhaus, Josefinum und Vincentinum. Mit der Leistung der abgegebenen Fernwärme können umgerechnet rund 35.000 Haushalte versorgt werden.