Bayerische Donau | Schutz und Erhalt des einzigartigen Lebensraums sichern

Die Donau ist ein einzigartiges Naturjuwel, das Länder und Menschen verbindet. Sie bildet einen zusammenhängenden Natur- und Kulturraum vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute bei der Vorstellung des „Masterplans Lebensraum Bayerische Donau“ an der Isarmündung in Moos.

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FelixMittermeier / Pixabay

„Der Erhalt der Artenvielfalt entlang dieser Lebensader Europas kann nur in grenzübergreifendenden Kooperationen gelingen. Bayern setzt auf partnerschaftlichen Naturschutz. Mit dem ‚Masterplan Lebensraum Bayerische Donau‘ setzen Verbände, Institute und Behörden gemeinsam Ziele der Donauraumstrategie ganz konkret am bayerischen Abschnitt dieses europäischen Stroms und seiner Nebenflüsse um. Mit dem Masterplan liegt erstmals ein naturschutzfachliches Rahmenkonzept für die Bayerische Donau und ihre Auen vor. Damit wollen wir einen zentralen Beitrag zum Erhalt und zur Stärkung der biologischen Vielfalt entlang der bayerischen Donau und an ihren Auen leisten. Gleichzeitig geben wir damit Anregungen für andere Regionen in den Donaustaaten.“ Angestoßen wurde der Masterplan im Rahmen der EU-Donauraumstrategie. Sie legt den Grundstein für eine integrierte und nachhaltige Entwicklung des Donauraumes mit höherer Lebensqualität, mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten, besserem Umweltschutz und kulturellem Austausch. Das Bayerische Umweltministerium koordiniert dabei zusammen mit Kroatien die Themenfelder Biodiversität, Landschaften, Luft und Boden.

Der „Masterplan Lebensraum Bayerische Donau“ beschreibt auf rund 100 Seiten, wie die Donauraumstrategie gezielt in Bayern umgesetzt werden kann. Dafür haben Verbände wie der BUND Naturschutz in Bayern, der Landesbund für Vogelschutz, der Landesfischereiverband und die Donau-Naab-Regen-Allianz, Instituten wie das Auenzentrum Neuburg-Ingolstadt, Umweltbildungseinrichtungen sowie Landkreise, Regierungen und das Landesamt für Umwelt die verschiedenen Landschaftsräume erfasst sowie Entwicklungsziele und konkrete Maßnahmen ausgearbeitet. Der Masterplan enthält 15 Schlüsselprojekte, die in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Menschen vor Ort schrittweise umgesetzt werden sollen. Scharf gab heute den offiziellen Startschuss für das erste Projekt: „Wir wollen der Isar im Gebiet der Isarmündung ihre Dynamik und den Menschen ein Stück wilde Flussnatur wiedergeben. Dafür wurde bereits Uferversteinung entfernt. Die weiteren Arbeiten übernimmt hier ab jetzt die Isar selbst.“ Auch in der Flusslandschaft zwischen der Lechmündung und Kelheim wird die Möglichkeit einer Redynamisierung geprüft. Außerdem beginnt parallel die Erstellung des Managementplans für das FFH- und Vogelschutzgebiet „Donauauen zwischen Straubing und Vilshofen“.