Der bayerische Arbeitsmarkt trotzt weiterhin der angespannten wirtschaftlichen Lage und den Auswirkungen der Energiekrise. Im Dezember 2022 lag die Arbeitslosigkeit im Freistaat bei 3,1 Prozent und damit 2,3 Prozentpunkte niedriger als der Bundesschnitt (5,4 Prozent).

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Dank der besonderen Stärke unserer Wirtschaft war Bayern auch im Jahr 2022 das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote. Unsere bayerischen Unternehmen stemmen sich tagtäglich gegen die vielfältigen Krisen und stehen damit fest hinter ihren Mitarbeitern, die hier überdurchschnittlich sichere Arbeitsplätze haben.“

Die Erwerbstätigenzahlen befinden sich auf Rekordniveau und die Zahl der offenen Stellen in Bayern (149.115) war auch im Dezember 2022 hoch. Die solide Situation am Arbeitsmarkt sei aber keineswegs selbstverständlich, betonte der Staatsminister: „Die auf Rekordniveau davongaloppierten Energiepreise sind für viele Betriebe existenzbedrohend. 2023 müssen wir unseren Unternehmen endlich wieder eine positivere Perspektive verschaffen. Die angekündigten Entlastungen müssen jetzt ankommen. Zudem muss dem Fach- und Arbeitskräftemangel tatkräftig entgegengesteuert werden.“

Dazu sei es notwendig, das verfügbare Angebot an Arbeitskräften bestmöglich zu mobilisieren. Aiwanger: „Die Anreize zur Arbeitsaufnahme müssen ausgeweitet werden. Das zum Jahresbeginn eingeführte Bürgergeld mit einjährigen Karenzzeiten für Wohnkosten und Vermögen ist ganz klar kontraproduktiv. Wir brauchen steuerliche Entlastungen im Niedriglohnsektor, intelligent ausgestaltete Hinzuverdienstmöglichkeiten und gezielte Weiterbildungs­programme. Auch die überfällige Flexibilisierung der Arbeitszeit, hin zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit, muss endlich angepackt werden. Das verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und entspricht den Vorstellungen, die Arbeitnehmer und Unternehmen von einer modernen Arbeitswelt haben.“

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten zwischen 2,8 Prozent in Schwaben und 3,7 Prozent in Mittelfranken und somit überall weit unter dem Bundesdurchschnitt von 5,4 Prozent.

Das Wichtigste für den Bereich der Agentur für Arbeit in Augsburg in Kürze:

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Der Augsburger Landrat Martin Sailer bewertet den derzeit unverändert bleibenden Stand positiv: „Trotz dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit und den damit einhergehenden Herausforderungen hat sich die Arbeitslosenquote in unserem Landkreis nicht verschlechtert, worüber ich mich sehr freue. Selbstverständlich müssen wir gemeinsam daran arbeiten, dass sie auch in diesem Jahr weiterhin so niedrig bleibt.“

Arbeitslosenquote im Unterallgäu zweitniedrigste in Deutschland

Die Arbeitslosenquote im Unterallgäu ist im Dezember gegenüber dem Vormonat unverändert bei 1,9 Prozent geblieben. Nach Angaben der Agentur für Arbeit hatten 1.631 Menschen keinen Job. Das Unterallgäu hat damit deutschlandweit die zweitniedrigste Arbeitslosenquote.