Bayerischer Ministerrat verschärft Einreisequarantäneverordnung

Der Ministerrat bekräftigt die Bayerische Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Insbesondere durch Reiserückkehrer und durch nachlassende Achtsamkeit hat sich das Infektionsgeschehen im Vergleich zum Frühsommer wieder erhöht. Aus diesem Grund wird die Einreisequarantäneverordnung auch für Kurzaufenthalte in Risikogebieten verschärft.

coronavirus-4994027_1280 Bayerischer Ministerrat verschärft Einreisequarantäneverordnung Bayern Politik & Wirtschaft | Presse Augsburg
Symbolbild

 

Der Ministerrat hält eine Verschärfung der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung für erforderlich. Auch bei Kurzaufenthalten in Risikogebieten besteht eine erhebliche Infektionsgefahr, insbesondere beim Besuch von Großveranstaltungen. Eine Ausnahme von der Quarantänepflicht bei Reisen mit einem Aufenthalt von weniger als 48 Stunden soll nicht mehr gelten, wenn die Reise dem Besuch einer kulturellen Veranstaltung, eines Sportereignisses (z.B. des UEFA Supercups FC Bayern vs. FC Sevilla morgen in Budapest) oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dient.

Die Bayerische Einreisequarantäneverordnung besagt, dass Personen, die in den Freistaat Bayern einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet  aufgehalten haben, unverzüglich für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne begeben müssen. Wer dies nicht möchte muss einen negativen Coronatest (nicht älter als 48 Stunden) nachweisen können. Der Test kann auch am Heimatort vorgenommen werden, bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses wird dann aber in jedem Fall Quarantäne angeordnet. (EGV §1.1 und 2.1)

Das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wird beauftragt, die notwendigen Änderungen in den einschlägigen infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen umzusetzen. Die Änderungen treten ab morgen, 23. September, in Kraft.