Bayern | Drei Fälle der Omikron-Variante per Genomsequenzierung bestätigt

Bei den drei Omikron-Verdachtsfällen in Bayern wurden im Rahmen der Sonntagnacht abgeschlossenen Gesamtgenomsequenzierung die für die neue SARS-CoV-2-Variante B.1.1.529 typischen genetischen Ausprägungen nachgewiesen. Damit sind diese drei Personen nachweislich mit der Omikron-Variante infiziert.

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Bereits am Nachmittag des 27. November 2021 am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München durchgeführte Varianten-spezifische PCR-Untersuchungen (VOC-PCRs) hatten eine eindeutige Abgrenzung zu anderen VOCs ergeben und zusammen mit der Reiseanamnese der Infizierten eine zweifelsfreie Zuordnung ermöglicht, dass sich diese Personen mit der neuen, erstmals in Südafrika beschriebenen Variante B.1.1.529 infiziert hatten.

„Das vom Freistaat Bayern geförderte, molekulargenetische SARS-CoV-2-Überwachungsnetzwerk Bay-VOC ermöglicht bei Verdacht auf neue, besorgniserregende SARS-CoV-2-Varianten eine rasche Charakterisierung des Virusgenoms und damit Gewissheit über den jeweiligen Erreger. Die Untersuchungsergebnisse zur Bestimmung des Virusgenoms lagen in Zusammenarbeit von Max von Pettenkofer-Institut und Genzentrum der LMU München in weniger als 40 Stunden nach Probeneingang vor. Das zeigt, wie effizient auch neu entstandene oder sich schnell ausbreitende Virusvarianten vom Bay-VOC-Netzwerk genetisch charakterisiert werden können, erklärt Prof. Dr. Oliver T. Keppler, Lehrstuhlinhaber für Virologie und Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der LMU. 

Walter Jonas, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), ergänzt: „Gerade bei neu auftretenden, besorgniserregenden Varianten ist für den Öffentlichen Gesundheitsdienst schnelle Gewissheit notwendig, um Übertragungswege besser nachverfolgen und Maßnahmen zur Eindämmung entsprechend anpassen zu können“. Zugleich mahnt Jonas: „Die Omikron-Variante des SARS-CoV-2 hat nun auch Deutschland erreicht. Wir betrachten die neue Variante mit großer Sorge. Gerade jetzt ist es daher umso wichtiger, nach Möglichkeit auf Reisen in Virusvariantengebiete zu verzichten.“ 

 
Bei zwei am 24. November eingereisten und dann positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen hatte die VOC-PCR eindeutige Hinweise auf eine Infektion mit der neuen, als besorgniserregend eingestuften Virusvariante Omikron ergeben.

Am Sonntag, 28. November, wiesen die Varianten-spezifischen PCRs bei einem weiteren, aus Kapstadt (am 26. November) angekommenen, positiv auf SARS-CoV-2-getesteten Passagier, auf eine Infektion mit der Omikron-Variante hin.