Bayern | Messen und Kongresse sollen bis September starten

Messen und Kongresse sind ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftsstandorts Bayern. Ein erfolgreicher Neustart des Messe- und Kongressbetriebs im Herbst kann als Marktplattform einen wertvollen Beitrag zur konjunkturellen Stabilisierung leisten und der bayerischen Wirtschaft neuen Schub geben. Nun wurde ein Hygienekonzept für den Messe- und Kongressbetrieb beschlossen, der einen Start spätestens ab 1.September ermöglichen soll.

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Foto: Wolfgang Czech

Messen und Kongresse sind ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftsstandorts Bayern. Ein erfolgreicher Neustart des Messe- und Kongressbetriebs im Herbst kann als Marktplattform einen wertvollen Beitrag zur konjunkturellen Stabilisierung leisten und der bayerischen Wirtschaft neuen Schub geben. Die bayerischen Messen zeichnen sich grundsätzlich durch eine gute Infrastruktur aus, die höchste Hygienestandards gewährleistet und Kontaktverfolgungen sowie die Überwachung von Hygieneregeln ermöglicht. Vorbehaltlich einer anhaltend günstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens will die Staatsregierung deshalb die Öffnung des Messe- und Kongressbetriebs in Bayern spätestens ab 1. September ermöglichen.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Bayern hat einen ausgezeichneten Ruf als Messestandort und ist die Heimat zahlreicher weltweiter Leitmessen. Wir haben deshalb den Weg für eine Wiederaufnahme der Messe- und Kongresswirtschaft freigemacht. Damit haben auch die vielen verbundenen Branchen wie Messebau, Veranstaltungstechnik, Gastronomie oder Hotellerie wieder eine Perspektive. Jede Messe, die 2020 noch stattfinden kann, ist für die betroffenen Firmen wieder ein Schritt in Richtung unternehmerischer Normalität und entlastet den Staatshaushalt.“

weitere Lockerungen: Schon bald wieder mehr Besuche in bayerischen Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern möglich

Bei der Wiederaufnahme des Messe- und Kongressbetriebs haben Gesundheit und Eindämmung der Pandemie weiterhin Priorität. Dafür hat der Ministerrat einen Rahmen für Schutz- und Hygienemaßnahmen aufgestellt als Richtschnur für die individuellen Schutz- und Hygienekonzepte der Veranstalter. Damit sollen Infektionsrisiken begrenzt und die Nachverfolgbarkeit möglicher Infektionen sichergestellt werden.

Hygienekonzept sieht Maskenpflicht vor

Das Konzept sieht vor, dass in Innenräumen stets eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist. Stabilisiert sich das Infektionsgeschehen dauerhaft auf niedrigem Niveau, soll es allerdings möglich sein, die Bedeckung an den Tischen von Messeständen abzunehmen. Voraussetzung dafür ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann und der Aussteller die Kontaktdaten des Gesprächspartners erfasst. Aiwanger: „Wir werden gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium vor der Öffnung des Messe-und Kongressbetriebes noch mal genau prüfen, ob und in welchem Umfang Anpassungen bei der Maskenpflicht notwendig sein werden.“

Ein Milliardenschaden wird erwartet

Die Messen in Bayern erleiden dieses Jahr Umsatzeinbrüche von mehreren hundert Millionen Euro. Jeder im Messegeschäft verlorene Euro zieht einen Umsatzverlust von circa zehn Euro in damit zusammenhängenden Branchen wie beispielsweise Hotels, Taxigewerbe oder Messehandwerk nach sich. Hier wird ein Umsatzausfall von sechs Milliarden Euro befürchtet.