Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat zum Jahresabschluss mit Blick auf Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen Bilanz gezogen: „Ob freiwillig ausgereist oder abgeschoben: Bis Ende des Jahres 2017 haben mehr als 16.600 Menschen mit Asylhintergrund Bayern verlassen. Wir erreichen damit gegenüber dem Vorjahr (15.915) eine leichte Steigerung.“

bayerns-innenminister-will-abgelehnte-asylbewerber-nicht-einsperren Bayern: Summe freiwilliger Ausreisen und Abschiebungen überschreitet voraussichtlich Vorjahresniveau Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen | Presse Augsburg

Wie Herrmann mitteilte, zeichnet sich vor allem bei der Zahl freiwilliger Ausreisen gegenüber 2016 (12.605) ein deutlicher Zuwachs ab. Bei der Zahl der Abschiebungen (3.253) konnte das hohe Niveau des Vorjahres (3.310) trotz erschwerter Umstände nahezu gehalten werden. Der Minister sieht dabei einen klaren Zusammenhang zwischen Abschiebungen und freiwilligen Ausreisen: „Es ist bundesweit bekannt, dass der Freistaat alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten ausschöpft, um die Ausreisepflicht durchzusetzen. Diese konsequente Haltung schlägt sich dann auch bei der Zahl freiwilliger Ausreisen nieder. Wer ernsthaft mit seiner Abschiebung rechnen muss, geht oft lieber freiwillig.“

Bis Ende November haben heuer laut Herrmann bereits 12.289 Asylantragsteller Bayern freiwillig verlassen. Am häufigsten reisten Staatsangehörige aus den Staaten Irak, Ukraine, Afghanistan, Pakistan, und Nigeria freiwillig aus. Im selben Vorjahrszeitraum waren es noch deutlich weniger freiwillige Ausreisen (11.706). Herrmann: „Setzt sich das Niveau der Vormonate im Dezember entsprechend fort, werden heuer mit mehr als 13.400 Personen spürbar mehr Personen freiwillig aus Bayern ausreisen als noch im Vorjahr mit 12.605 Ausreisen.“