Wie Herrmann betonte, konnte die Zahl der Abschiebungen beinahe konstant gehalten werden, obwohl deutlich mehr Abschiebungen in Länder erfolgten, mit denen die Zusammenarbeit zum Beispiel bei der Passbeschaffung teils sehr schwierig ist. Sammelabschiebungen in die gesetzlich definierten sicheren Herkunftsstaaten auf dem Westbalkan, die weitestgehend problemlos kooperieren, haben dagegen deutlich abgenommen. So waren dieses Jahr bislang 967 Abschiebungen in den Westbalkan zu verzeichnen, 2015 waren es noch 3.219, 2016 dann 1.901. „Der Grund ist, dass mittlerweile sehr viel weniger Menschen aus dem Westbalkan zu uns kommen. Die Erweiterung der Liste der sicheren Herkunftsstaaten im Jahr 2015 um Albanien, Montenegro und den Kosovo sowie unsere konsequente Abschiebepraxis hat hier deutlich Wirkung gezeigt“, so Herrmann. Vor dem Hintergrund der Zunahme schwieriger Abschiebefälle sprach der Minister von einem „sehr guten Ergebnis, das klar die Effizienz der bayerischen Ausländerbörden belegt.“

Für das neue Jahr kündigte Herrmann eine Fortsetzung der konsequenten Abschiebepolitik in Bayern an. „Statt Ausreisepflichtigen einfach Duldungen in die Hand zu drücken, wie das einige rot-grün mitregierte Länder tun, werden wir auch weiter rückführen oder abschieben, wo immer es rechtlich möglich ist.“