BDI lehnt CO2-Reduktionsziel von 95 Prozent bis 2050 ab

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) lehnt den Vorstoß der Bundesregierung ab, den CO2-Ausstoß bis 2050 um 95 Prozent reduzieren zu wollen. „Ein Reduktionsziel von 95 Prozent bis 2050 geht komplett an der Wirklichkeit vorbei“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Donnerstag in Berlin. Dagegen sei eine CO2-Minderung von 80 Prozent „bei optimaler politischer Steuerung“ nach heutigem Stand der Technik verkraftbar.

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„Mit Investitionen von rund 1,5 Billionen Euro bis 2050 wäre dieser Umbau erreichbar“, so Kempf. „Hochambitionierte Klimaschutzziele lassen sich nicht mit dem Kopf durch die Wand erreichen, sondern nur im Einklang mit Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit.“ Für mehr als 80 Prozent CO2-Einsparungen bis 2050 müssten nach Angaben des BDI Präsidenten drei Voraussetzungen erfüllt werden: „Wir brauchen Durchbrüche bei der Erforschung neuer Klimaschutztechnologien und deren Akzeptanz in der Gesellschaft.“

Erforderlich seien zudem vergleichbare Klimaschutzanstrengungen im Ausland und „die Möglichkeit, Minderungen im Ausland zu finanzieren und im Inland anzurechnen“, so Kempf weiter. Die diesjährige UN-Klimakonferenz in Chile solle entsprechende Beschlüsse fassen.