BDI wegen europäisch-chinesischer Beziehungen besorgt

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) blickt kurz vor dem virtuellen EU-China-Gipfel mit Sorge auf die europäisch-chinesischen Beziehungen. „Nach über 30 Verhandlungsrunden über ein Investitionsabkommen muss die chinesische Regierung endlich politischen Willen beweisen und ein akzeptables Angebot vorlegen“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Sonntag. Die EU müsse in den Verhandlungen deutliche Worte finden und dürfe kein Abkommen mit zu wenig Inhalt absegnen.

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„Ein Abkommen unter deutscher Ratspräsidentschaft noch in diesem Jahr wäre schön, für die Wirtschaft zählt aber die Qualität“, so Kempf. „Im Zentrum müssen ein substanzieller Marktzugang und ein echtes Level-Playing-Field für europäische Unternehmen stehen.“ Beim Thema Handel müsse China Marktbarrieren gegenüber der EU abbauen.

„Dazu gehören nicht nur Zölle, sondern auch diskriminierende Standards oder komplizierte Zertifizierungsverfahren für europäische Produkte“, sagte der BDI-Chef.