Beer fordert Einblick in Lieferverträge zwischen EU und Astrazeneca

EU-Parlamentsvize Nicola Beer (FDP) hat die EU-Kommission aufgefordert, die Liefervereinbarungen mit dem Pharmakonzern Astrazeneca zum Corona-Impfstoff offenzulegen. „Wir haben bislang geschwärzte Entwürfe gesehen“, sagte sie am Mittwoch im RBB-Inforadio. Es könne nicht angehen, dass man im Grunde genommen überhaupt keine Informationen bekomme, weil an den entscheidenden Stellen alles geschwärzt sei.

Dts Image 11439 Bibtjpestd 3121 800 600Nicola Beer, über dts Nachrichtenagentur

„Und diese Transparenz ist notwendig, um aufzuklären, was ist hier gerade passiert. Denn wir sehen ein Schwarzer-Peter-Spiel und darunter leidet die Vertrauenswürdigkeit.“ Es könne nicht sein, dass die EU-Kommission hier mauere, so Beer weiter.

Zum Vorwurf der Kommission, dass Astrazeneca die EU bei der Impfstofflieferung benachteilige, sagte die FDP-Politikerin: „Das sind ja Informationen, die die Kommission hat. Und sie selber müsste ja am besten wissen, ob es stimmt, was der Astrazeneca-Chef sagt, dass er nämlich sagt: `Wir haben nur zugesichert, so schnell wie möglich so viel wie möglich zu liefern, weil wir wussten, dass unsere Produktionskapazitäten noch nicht so weit sind – und wir liefern natürlich erst einmal an die, die zunächst bestellt haben.`“ Oder ob es so sei, dass sie feste Liefermengen vereinbart haben. „Das kann ich Ihnen momentan nicht sagen, aber das muss auf jeden Fall aufgeklärt werden.“