Im 7DAYS Eurocup verliert ratiopharm ulm gegen 7Bet-Lietkabelis Panevezys trotz Kampfgeist und Entschlossenheit im zweiten Durchgang mit 76:80.

Nach dem Herzschlagfinale im Eurocup-Auftakt beim 81:80-Heimsieg gegen Venedig, folgte in Litauen der nächste nervenaufreibende Ritt für ratiopharm ulm auf europäischem Parkett. Nach einem unkonzentrierten zweiten Viertel bewies das Team von Headcoach Anton Gavel zwar eine gute Moral und ging dank einer energetischen Aufholjagd sogar in Führung. Doch am Ende waren Ballverluste und gegnerische Offensivrebounds in der Schlussphase ausschlaggebend für die Niederlage.

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Foto: BBU

 
Karim Jallow, der bereits nach drei Sekunden per Dunking die ersten Ulmer Punkte bescherte, und Robin Christen übernahmen in den ersten fünf Minuten das Scoring für die Schwaben – 11:11 (5.). Auch in der Folge blieb die Partie im ersten Viertel eng und ausgeglichen. Mit nur zwei Zählern lag das Team von Headcoach Anton Gavel nach zehn Minuten zurück – 19:21. In Korbnähe punkteten die Ulmer dann unaufhaltsam, auch Joshua Hawley zeigte sein Repertoire in der Offensive mittels Flamingo-Wurf (27:26). Jedoch spielten dann die Litauer ihren Größenvorteil unter dem Korb aus, bewegten den Ball schnell und zwangen die Ulmer zu schweren Würfen. Das Team um den ambitionierten Forward Karim Jallow blieb über fünf Minuten ohne eigenen Punkt und kassierte einen 0:16-Lauf gegen sich. Mit einem getroffenen Freiwurf beendete Juan Nunez kurz vor der Pause diese Phase – 28:44 zur Halbzeit.

Ulm startete durch hohe Einsatzbereitschaft in Korbnähe gut in die zweite Hälfte. Nachdem Panevezys mit 19 Punkten Differenz in Führung gegangen war, wechselte Trainer Gavel sein Personal auf dem Parkett durch und brachte Schwung von der Bank. Angeführt von Center Nicolas Bretzel, der sechs Zähler binnen drei Minuten erzielte, einer konzentrieren Defensive und einer couragierte Teamleistung starteten die Ulmer mit einem 11:0-Run eine Aufholjagd (45:53). Entschlossen und mutig verringerten die Gäste daraufhin sukzessiv die Führung der Litauer. Durch einen geschlossenen Auftritt provozierten die Ulmer gegnerische Ballverlusten und starteten den nächsten Lauf. Christen, der zehn Zähler im Schlussabschnitt erzielte, führte die Ulmer zur ersten Führung seit dem ersten Viertel – 66:63. Das litauische Team von Trainer Nenad Canak glich aber dreieinhalb Minuten vor Ende aus (68:68), ehe es durch einen Dreier und einen Treffer nach Offensivrebound mit fünf Zählern in Front lag – 70:75 aus Ulmer Sicht. Die Gäste kämpften sich zwar noch einmal auf einen Punkt in der letzten Minute heran, doch nach einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf der Litauer und einem Ballverlust war die Partie entschieden.