Beim Schlusslicht: Kratzen, beißen, punkten – FC Memmingen muss nach Rosenheim

Mit die wenigsten Tore geschossen, mit Abstand die meisten Tore kassiert. Im Fall von Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim lügt die Tabelle der Fußball-Regionalliga Bayern nicht. Ein trügerisches Bild gibt das Ranking jedoch beim Blick auf den FC Memmingen und dessen 14. Platz ab. Der nach wie vor bestehende Fünf-Punkte-Vorsprung vor der Gefahrenzone ist nur vermeintlich komfortabel, denn einige Konkurrenten haben zwei Spiele weniger als die Memminger ausgetragen und können Boden gutmachen, wenn sie in den Nachholspielen punkten.

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Wirksamstes Gegenmittel: Nach den Heimniederlagen gegen Unterhaching (0:2) und Pipinsried (1:3) möglichst schon am Samstag (13 Uhr) in Rosenheim schnell auf die Erfolgsspur zurückfinden. Vor dem Fokus auf diese wichtige Partie stand beim FCM-Trainer Fabian Adelmann, die Aufarbeitung der Pipinsried-Pleite und eine Entschuldigung bei den Fans für die äußerst schwache Leistung an.

„Egal, ob wir gewinnen, verlieren oder Unentschieden spielen, kann ich damit leben, wenn ich weiß, dass die Einsatzbereitschaft gestimmt hat“, sah Adelmann genau dies zuletzt bei seinen Mannen nicht – bis auf wenige Lichtblicke, wie Lars Gindorf. „90 Minuten arbeiten, 90 Minuten Zweikämpfe und zu 100 Prozent da sein“, fordert der Coach in Rosenheim und vor allem keine krassen individuellen Fehler mehr, wie sie zu den drei Gegentoren gegen Pipinsried geführt haben: „Wenn wir das nicht abstellen, dann wird’s schwer in den nächsten Wochen“. Denn nach Rosenheim warten die Spitzenteams Bayreuth und Schweinfurt.

Die Fahrt nach Oberbayern wird zuvor kein Selbstläufer. Auch wenn die Sechziger der Konkurrenz hinterherhinken, die letzten Ergebnisse waren alle knapp. Der 1:1 Ausgleich gegen den Viertplatzierten Wacker Burghausen gelang in der fünften Nachspielminute. „Das sollte uns Warnung genug sein“, erwartet Adelmann einen Gegner, der sich noch lange nicht aufgegeben hat und kündigt personelle Veränderungen an. Mit Nico Fundel kehrt ein „Kämpfer“ nach seiner Quarantäne in die Startelf zurück.

ass