Der FC Augsburg verliert seine Generalprobe vor dem Pflichtspielauftakt. Gegen den französischen Europapokalteilnehmer Stade Rennes setze es eine 2:3-Niederlage, die Schwaben waren aber durchaus bemüht die Vorgaben des Trainers zu erfüllen.

Schon vor dem Anpfiff der Generalprobe gegen Stade Rennes waren die ersten Entscheidungen der Saison beim FC Augsburg gefallen. Jeff Gouweleeuw wird das Team weiterhin als Kapitän auf das Feld führen, nach Finnbogasons Abschied ist sein Stellvertreter nun Daniel Caligiuri. Auch für die Torhüterposition hat sich der neue Trainer Enrico Maaßen festgelegt. Rafal Gikiewicz wird weiterhin den Kasten hüten, als seine Vertretung hat Daniel Klein momentan die Nase vorn. Auf den ehemaligen Stade Rennes-Torhüter Tomas Koubek verzichtete Maaßen im Aufeinandertreffen mit dessen Ex-Club. „Wir wollten auch Daniel etwas Spielzeit geben“

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Foto: Wolfgang Czech

6.500 Zuschauer wollten am Samstag den ersten Saisonauftritt dieser Mannschaft im eigenen Stadion mitverfolgen. Gegen den letztjährigen Tabellenvierten der französischen Ligue 1 geriet diese allerdings früh ins Hintertreffen. Bereits in der fünften Spielminute ging das Team aus der Bretagne durch Bourigeaud in Führung. Mit zunehmender Spieldauer kam Augsburg aber besser ins Spiel. Der FCA versuchte die Vorgaben des Trainers von aktivem Offensivfußball umzusetzen, was phasenweise ordentlich klappen sollte. Demirovic konnte mit seinem Ausgleichstreffer den Lohn einfahren (22.).

Augsburg war bemüht

Insgesamt waren die Hausherren bemüht, doch zwingend waren die wenigsten der Aktionen. Sowohl Mandanada, als auch später Alemdar im Stade-Tor hatten kaum große Mühe. Doch auch bei den Gästen wollte aufgrund einer guten Offensivverteidigung des FCA nicht alles funktionieren, dank tatkräftiger Unterstützung der Augsburger Hintermannschaft konnte Rennes aber wieder in Führung gehen. Labordes Querpass von der Grundlinie rutschte Schlussmann Gikiewicz zum 1:2 durch die Beine. Als wenig später der Ball auch noch von Udoukhais Fuß zum dritten Stade-Tor ins Netz gefallen war, wurde es für die Hausherren schwer, nicht als Verlierer vom Feld zu gehen.

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Altbekannte Fehler vermasseln Ergebnis

Aufgrund zahlreicher Wechsel auf beide Seiten und des ungewöhnlichen Spielformats (4×30 Minuten) plätscherte die Partie schließlich ihrem Ende entgegen. Für den Schlusspunkt sorgte Malone (28.) der das 2:3-Endstand erzielen konnte (118.).

„Ich glaube, dass wir in Summe ein sehr gutes Spiel gemacht haben, wir waren sehr aktiv, haben sehr hoch gepresst und den Gegner zu vielen Fehlern gezwungen. Wir haben wunderschöne Spielzüge gezeigt und uns viele Tormöglichkeiten erarbeitet.“, so Maaßen nach der Partie „Dass wir alle drei (gegnerischen) Tore selbst geschossen haben, das müssen wir verbessern. Das weiß die Mannschaft. Die Art und Weise, mit der wir es angegangen sind, war wirklich gut.“

Wieder einmal hatten aber altbekannte Schwächen dem FC Augsburg ein besseres Bauchgefühl für den Pflichtspielstart im DFB-Pokal (31. Juli bei BW Lohne) gekostet. Die Ungenauigkeiten vor beiden Toren müssen nun abgestellt werden. Zwei Wochen bleiben bis zum Bundesliga-Auftakt noch Zeit, an er Schwäche im letzten Spielfelddrittel und an Zuordnungen im eigenen Defensivverbund zu feilen. Gegen Freiburg würde dies bitte bestraft werden.