Im Jüdischen Museum und in der Synagoge Augsburg sind antisemitische Schmierereien entdeckt worden. Nun positionieren sich immer mehr Augsburger Politiker öffentlich dagegen.

IMG_2996 "Bemühungen im Kampf gegen Antisemitismus erhöhen" - Schmierereien in der Synagoge Augsburg gefunden Augsburg Stadt News Politik Antisemitismus Augsburg Grüne Hintermayr Juden Jüdisches Museum Linke Schmiererei Synagoge Augsburg | Presse Augsburg

Verena von Mutius, stellv. Fraktionsvorsitzende der Stadtratsgrünen: “Das jüdische Museum und die alte Synagoge sind ein wichtiger Bestandteil der Augsburger Geschichte und des alltäglichen Lebens. Mehr noch sind die jüdische Gemeinde und das jüdische Leben in Augsburg zentral für das Augsburger Selbstverständnis als Friedensstadt. Die Antisemitischen Vorfälle im Jüdischen Museum Schwaben und der Großen Synagoge sind nicht nur ein Angriff gegen die jüdische Gemeinschaft, sondern ein Angriff gegen die ganze Friedensstadt Augsburg.

Wir alle sind gefordert und dürfen nicht wegsehen, sondern von uns wird ein klares Bekenntnis erwartet. Wir Grüne verurteilen die Angriffe auf die Offene Gesellschaft mit aller Härte. Wir müssen nicht nur aufstehen, sondern auch dagegen vorgehen. Mit einer klaren Haltung und mit allen Mitteln des Rechtsstaates. Die Offene Gesellschaft muss beschützt werden. Jüdisches Leben in Augsburg darf nie mehr in Frage gestellt werden.

Die Bekämpfung von Antisemitismus muss eine hohe Priorität in unserer Gesellschaft haben. Wir müssen Strukturen in der Stadt Augsburg aufbauen, die solche Tendenzen strukturiert erfasst und bekämpft. Solche diskriminierende und rassistische Praxen dürfen sich nicht verstetigen, sondern müssen sichtbar gemacht und thematisiert werden. Deshalb braucht es neben einer wachen Zivilgesellschaft auch in der Stadtverwaltung eine strukturelle Herangehensweise solche Vorfälle zu erfassen und zu begegnen. Wir brauchen auch in Augsburg eine Antidiskriminierungsstelle die solche Angriffe auf unsere Friedensstadt systematisch erfasst.”

Auch die beiden Kreissprecher der Augsburger Linken zeigen Christine Wilholm und Bezirksrat Frederik Hintermayr zeigen klare Position.

„In Deutschland sind antisemitische Angriffe und Gewalttaten an der Tagesordnung. Auch die Stadt Augsburg muss ihre Bemühungen im Kampf gegen Antisemitismus erhöhen. Gemeinsam stehen wir in der Pflicht allen Jüdinnen und Juden ein sicheres Leben in Augsburg zu ermöglichen und in aller Deutlichkeit gegen antisemitische Taten vorzugehen.“