Bereits 26 FSME-Fälle infolge von Zeckenstichen in Bayern in 2019

In diesem Jahr gab es in Bayern bislang 26 FSME-Fälle infolge von Zeckenstichen. Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft deshalb erneut zur Schutzimpfung auf.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml ruft dazu auf, sich vor der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu schützen. Huml betonte am Donnerstag: „Es ist jetzt höchste Zeit für eine Schutzimpfung. FSME ist keine Lappalie. Denn die Folge können Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark sein. Vor allem bei älteren Menschen kann die Erkrankung schwer verlaufen. Aber auch Kinder sind gefährdet.“

Huml verwies darauf, dass es in diesem Jahr in Bayern bislang 26 FSME-Fälle (Datenstand: 3. Juni 2019) gegeben hat. Das ist ein Fall weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Insgesamt sind dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 224 FSME-Fälle für das Jahr 2018 in Bayern gemeldet worden. Im Jahr 2017 waren es 234 Fälle.

Seit der Meldepflicht für FSME-Erkrankungen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001 wurden immer mehr Regionen zum FSME-Risikogebiet erklärt. In Deutschland besteht ein Risiko für FSME-Infektionen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Südhessen sowie im südöstlichen Thüringen und in Sachsen.

Aktuell sind bereits 91 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten vom Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiete deklariert worden. Als Nicht-Risikogebiete gelten derzeit die Landkreise Dillingen an der Donau und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Augsburg, München und Schweinfurt.

Huml unterstrich: „Zecken können neben FSME auch die Infektionskrankheit Lyme-Borreliose übertragen. Bei ihr kann es auch Wochen bis Monate nach dem Stich noch unter anderem zu schmerzhaften Nervenentzündungen kommen.“

In diesem Jahr wurden dem LGL bislang 690 Borreliose-Fälle gemeldet. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 645 Borreliose-Fälle. Gegen Borreliose schützt keine Impfung, sie kann aber in der Regel gut mit Antibiotika therapiert werden. Huml betonte: „Je früher dies geschieht, umso besser ist es.“

Weitere Informationen gibt es unter:

www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/zecken/ und www.zecken.bayern.de