Bericht: 5G-Vergabe an Industrie stockt

Die deutsche Industrie muss laut eines Zeitungsberichts deutlich länger als erwartet auf die angekündigten lokalen Frequenzen für den 5G-Mobilfunk warten. Das Bundesfinanzministerium hätte in der Ressortabstimmung auf deutlich höhere Gebühren gedrängt, nun stocke das Verfahren, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise. Deutschland hatte zwar in diesem Jahr 5G-Frequenzen für 6,5 Milliarden Euro an Netzbetreiber versteigert, jedoch einen Teil der Frequenzen aus der Auktion herausgenommen und für die Industrie, Forschung und Landwirtschaft reserviert.

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Die Bundesnetzagentur hatte geringe Entgelte vorgesehen. So hätte der Chemiekonzern BASF für seine Produktionsanlagen in Ludwigshafen am Rhein auf einer Fläche von 8,2 Quadratkilometern eigentlich 165.000 Euro zahlen müssen, berichtet die Zeitung weiter. Der Vorschlag des Finanzministeriums sehe nun eine Verfünffachung der Zahlung vor.

„Das ist ein desaströses Signal“, sagte Hartmut Fiedler, Chef des Telekommunikations-Dienstleisters Mugler. Es sei die richtige Entscheidung Deutschlands gewesen, einen Teil der 5G-Frequenzen für die Industrie zu reservieren. Doch jetzt behindere die Bundesregierung den innovativen Ansatz. „Es ist völlig unverständlich, dass wir uns an solchen Kleinigkeiten aufhalten“, sagte Fiedler dem „Handelsblatt“.

Gerade für Mittelständler könnten höhere Gebühren abschreckend wirken, so der Mugler-Chef weiter.