Bericht | Bundesliga gerettet – Fernsehpartner zahlt hohe Rate aus

Die deutschen Spitzenfußballclubs können durchatmen. Mit Sky hat ein wichtiger Partner die Auszahlung eines großen Geldbetrags zugesagt. Zuvor hatte es schon ein wichtiges Signal aus der Politik in Richtung der Vereine gegeben.

13 Clubs der 1. und 2. Fußballbundesliga hatten vor wenigen Tagen bei einer Abfrage der DFL bekanntgegeben, dass sie kurz vor der Insolvenz stehen. Hohe laufende Ausgaben für Spieler und Betrieb, sowie Darlehensverpflichtungen für die Stadien sollen dort kaum mehr zu stemmen sein. Bei vielen Vereinen ist der Etat Spitz auf Knopf kalkuliert. Prominentester Vertreter in dieser Riege ist Schalke 04. Die Knappen drücken hohe Schulden, die seit dem Lockout der Liga nur noch schwer zu bedienen waren. Neben den Einnahmen aus dem Kartenverkauf fehlen den Teams aktuell besonders die Einnahmen aus der Fernsehvermarktung.

Heute der Lichtblick für den Spitzenfußball und seine Millionen Fans in aller Welt. Fernsehpartner Sky soll einem Bericht der Bild zufolge bei Verhandlungen mit der Deutschen Fußballliga DFL zugesagt haben, die ausstehende Rate für die unterbrochene Spielzeit noch im April zu überweisen. Die letzte Rate für die Saison 2019/20 in Höhe von etwa 225 Mio. Euro war aufgrund des ausgesetzten Spielbetriebs bisher fraglich. Nun soll die vierte Überweisung aber kommen und das Geld die Teams bis auf Weiteres retten. Eine gute Nachricht für die Verein und die gesamten Regionen. Fußball ist dort mehr als Sport, Fußball ist dort ein echter Wirtschaftsfaktor. Auch in Augsburg werden an einem Spieltag unter anderem durch Gastro- und Hoteleinnahmen hohe Umsätze erzielt. Viele Arbeitsplätze sind damit verbunden.

Wichtiges Signal auch von der Politik

Doch nicht nur das Geld von Sky, auch ein Signal aus der Politik lässt die Fußballwelt etwas aufschnaufen. Bayerns Ministerpräsident Söder hatte sich heute positiv zu möglichen Geisterspielen geäußert. Dies könnten bei einer entsprechenden Entwicklung der Corona-Pandemie und einer Umsetzung von Hygienemaßnahmen wohl stattfinden. Vielleicht hat dieses Signal auch zur heutigen Zusage des Pay-TV-Senders beigetragen. Söders Signal ist zumindest ein Hoffnungsschimmer, dass schon bald wieder Livespiele im Fernsehen gezeigt werden können.