Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) versetzt ihren abgesägten Cyberabwehr-Chef Arne Schönbohm offenbar an die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung in Brühl. Das berichtet die „Bild“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Nach einem kritischen Beitrag in einer Satire-Show Anfang Oktober im ZDF hatte Faeser Schönbohms Präsidentschaft beim Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beendet. Zunächst hatte Faeser eine geplante gemeinsame Pressekonferenz abgesagt, am 18. Oktober verbot das Ministerium ihrem Cyberexperten die „Führung der Dienstgeschäfte“. Darauf war Schönbohm vor das Verwaltungsgericht gezogen, er will seine Behörde weiterhin leiten. Faesers Ministerium konnte vor Gericht offenbar keine Verfehlungen des Behördenpräsidenten nachweisen.

Laut Zeitung soll der bisherige BSI-Chef am 5. Dezember im Innenministerium Instruktionen erhalten und ab 6. Dezember bei der Bundesakademie antreten. Eine förmliche Versetzung sei zum 1. Januar 2023 beabsichtigt, schreibt die Zeitung weiter.

Foto: Bundesinnenministerium, über dts Nachrichtenagentur

Bericht Faeser Versetzt Schoenbohm An Bundesakademie